Gefährliche Wolke: Balloon-Fallout - DER SPIEGEL
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Gefährliche Wolke Balloon-Fallout

Es sollte ein großer Spaß werden. Doch dann verfinsterte im September 1986 ein seltsamer Schwarm den Himmel über Cleveland - mit üblen Folgen. Augenblick mal, was war da los?
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Wie ein riesiger Insektenschwarm verdunkelten fast 1,5 Millionen Ballons am 27. September 1986 den Himmel über Cleveland. Fotograf Thom Sheridan fing die beeindruckende Szenerie mit der Kamera ein.

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Thom Sheridan

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Bunte Beule: So harmlos hatte das Spektakel begonnen. Knapp eineinhalb Millionen Heliumballons waren unter einer netzüberspannten Konstruktion gesammelt worden. Gegen Mittag ließ man sie fliegen und ahnte noch nicht, was dann folgen sollte. 

Foto: Thom Sheridan
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Wie das Desaster begann: Die Ballons stiegen hinauf und schwebten davon. Doch dann kamen sie zurück.

Foto: Thom Sheridan
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Schlechte Sicht: So faszinierend der Aufstieg der Ballons zu beobachten war - als der Wind drehte und die Ballons zurück in die Stadt trieb, bekamen Autofahrer und Piloten ein Problem. Augenzeugen verglichen den Ballonschwarm mit einem Asteroidenfeld.

Foto: Thom Sheridan
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Farbexplosion: Ein freudiges, spektakuläres Ereignis hatte eine Wohltätigkeitsorganisation geplant. Und anfangs sah es auch ganz danach aus: Wie bunte Farbtupfer umrahmten die Ballons den Terminal Tower, das nach seiner Fertigstellung 1928 zweithöchste Gebäude der Welt.

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Einmal Himmel und zurück: Die Ballons stiegen empor, bis sie kaum mehr zu sehen waren. Dann aber drückte eine Kaltfront mit Sturm und Regen die Ballonwolke in die Straßen Clevelands - in der Innenstadt kam es zu Unfällen, der Flugverkehr war lahmgelegt.

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Trübe Erinnerungen: Der Weltrekordversuch, als der das Ereignis angekündigt worden war, spielte kaum mehr eine Rolle. Jahre später bemühte sich die Lokalzeitung "Plain Dealer" herauszufinden, ob der Rekord je anerkannt worden war - und fand keine Hinweise darauf. Es blieb nur die Erinnerung an ein Fiasko.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?