Dinosaurier-Studie Je bunter, desto wärmer?
Nur warmblütige Tiere mit hoher Stoffwechselrate verfügen heute über eine große Vielfalt von Melanosomen, mit deren Hilfe sie Farben ausprägen. Was unsere bunten Vögel da zu bieten haben, hatten aber auch schon Maniraptoren, ihre direkten Vorfahren: Das lässt wohl Rückschlüsse auf deren Physiologie und möglicherweise ihr Verhalten zu.
Die Form der Melanosome der fossilen Eidechse (oben) sind klein und rundlich - so wie bei ihren heutigen Nachfahren, aber auch bei Krokodilen und Schildkröten. Die Melanosome des fossilen Vogels sind groß und länglich, so wie bei heutigen Vögeln und Säugetieren - und auch schon bei Maniraptoren. Das lässt Rückschlüsse zu auf die Physis und möglicherweise auf die Lebensweise dieser Dinosaurier.
Kurz vor dem Übergang: Die Melanosome der haarähnlichen Protofedern des Sinosauropteryx ähneln eher denen heutiger Reptilien. Vogelähnliche fand man erst bei Sauriern mit "echten" Federn. Das allein sagt aber nicht nichts über die tatsächlichen Farben dieser Tiere aus: Aus Melanosomen kann man nur auf Schwarz, Braun oder Grau schließen.
Protofedern unter dem Mikroskop: Auch bei Beipiaosaurus (oben) findet man Melanosome, die noch an Echsen erinnern. Die Pigmentpartikel des frühen Vogels aus der Kreidezeit (unten) sehen da deutlich anders aus.