Gefoltert: Das Geheimlager Esma - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Gefoltert Das Geheimlager Esma

In dem berüchtigten Geheimlager Esma wurden Dissidenten gefoltert und monatelang festgehalten. Für viele endete die Tortur im Tod. Die wenigen Überlebenden sagen heute in Prozessen über ihre Peiniger aus.
1 / 4

Hinter den Mauern dieses ehemaligen Offizierskasinos in Buenos Aires wurden Argentinier grausam gequält: Es war während der Diktatur Folterzentrum und Geheimgefängnis zugleich. Heute können Besucher sich über diese Jahre informieren, ehemalige Gefangene führen durch die Räume.

Foto: SPIEGEL ONLINE
2 / 4

Die Gefangenen wurden im Keller des Gebäudes gefoltert: Auf Metallgestellen wurden sie angebunden, dann wurden sie mit Elektroschocks gequält. "Es roch nach verbranntem Fleisch", erinnert sich ein früherer Häftling. Die Militärs zerstörten zum Ende der Diktatur die gesamte Einrichtung und verwischten ihre Spuren.

Foto: SPIEGEL ONLINE
3 / 4

Im zweiten Stock befand sich der Raum mit dem Namen "Capucha", zu Deutsch "Kapuze". Hier mussten die Gefangenen ausharren, ständig eine Haube über dem Kopf, mit Handschellen fixiert. Sie durften sich nicht bewegen und nicht sprechen. Die einzelnen Zellen waren durch zwei Meter hohe Trennwände getrennt.

Foto: SPIEGEL ONLINE
4 / 4

In einem weiteren Raum wurden "Subversive" gefoltert und festgehalten: "Capuchita" auf dem Dachboden. Die Fenster waren damals zugestellt, es gab wenig Licht. Die Gefangenen, immer eine Kapuze über dem Kopf, konnten sich nicht sehen, nur hören.

Foto: SPIEGEL ONLINE
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?