Gehaltsverlust nach Jobwechsel - DER SPIEGEL
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Nach Jobwechsel Vom Spitzenverdiener zum Durchschnitt

Spitzenverdiener sind zu beneiden. Außer wenn sie einen neuen Job suchen. Dann erweist sich das Gehalt oft als Hürde, die neue Arbeitgeber nicht überspringen wollen. Sie können sich dennoch mit guten Argumenten teuer verkaufen - und einen finanziellen Rückschritt ohne Gesichtsverlust verkraften.
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Wer viel hat, kann auch viel verlieren: Spitzenverdiener kennen das Problem - ein Jobwechsel bedeutet für sie häufig Einbußen beim Gehalt. mehr...

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Viel Kohle oder viel Freiheit: Peter Molyneux hat sich für Letzteres entschieden. Der ehemalige Microsoft-Manager schmiss seinen hochdotierten Job als Chef der europäischen Computerspieleentwicklung und machte sich selbstständig. Ihm sei klar geworden, dass er in einem "goldenen Käfig" saß, begründete er seinen Schritt im Nachhinein.

Foto: KEVORK DJANSEZIAN/ AFP
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Mein Haus, mein Auto, mein Boot: Ein Top-Gehalt ist ein schönes Kissen, auf dem viele Träume wahr werden - das böse Erwachen folgt häufig erst bei der Suche nach einem neuen Job.

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Der Berufsstrategieberater kennt solche Fälle: "Wir haben jeden Monat in unserer Coaching-Praxis mindestens einen Fall, bei dem jemand im goldenen Käfig festsitzt", sagt Jürgen Hesse. Er macht seinen Kunden dann klar, dass sie wohl nie wieder so viel verdienen werden - dafür aber in einem neuen Job vielleicht mehr Freiheiten oder Freizeit haben.

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Der Gehaltspoker gehört trotzdem zum Geschäft: "Nach Möglichkeit lässt der Bewerber den künftigen Arbeitgeber im Unklaren darüber, wie hoch sein Einkommen genau war", rät Hesse. Selbst wenn "geringfügig mehr" bedeutet: "Doppelt so viel, wie Sie mir jetzt anbieten."

Foto: Heiko Wolfraum/ picture-alliance/ dpa
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Auch für weniger Gehalt braucht es manchmal gute Argumente: Ute Bölke, Karrieretrainerin aus Wiesbaden, rät ihren Klienten, dem Arbeitgeber einen gewünschten Rückschritt in Bezug auf Verantwortung und Vergütung möglichst plausibel zu machen. "Mit gut durchdachter Argumentation und Offenheit ist ein solcher Schritt durchaus möglich, ohne als Verlierer dazustehen."

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Wie, Sie wollen keine Führungsposition mehr? Claudia Kimich, Verhandlungsexpertin und Karriere-Coach in München, hat eine Bankerin beraten, die nach der Elternpause nicht mehr als Führungskraft arbeiten wollte.

Foto: foto-fritz
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?