Geheimdienste Mussolini 007
Der Judenhasser: Aus einer Arbeiterfamilie stammend, war Benito Mussolini zunächst überzeugter Sozialist. Er zerstritt sich mit seinen Parteigenossen an der Frage, ob Italien nach dem Kriegsausbruch 1914 an der Seite der Ententemächte kämpfen sollte. Im Mai 1915 erklärte Italien Österreich-Ungarn, wie es auch Mussolini befürwortete, den Krieg. Nach dem Ersten Weltkrieg gründete Mussolini eine faschistische Partei und schwang sich zum Diktator auf. Aufnahme aus dem Jahr 1935.
Auf dem Weg zur Macht: Diktator Benito Mussolini und einige seiner faschistischen Parteiführer während des "Marschs auf Rom" im Oktober 1922. Damit begann Mussolinis langjährige Diktatur, die ihn Mitte der dreißiger Jahre zum Partner Adolf Hitlers machte. Im Bild von links nach rechts: Attilio Teruzzi, Italo Balbo, Emilio de Bono, Benito Mussolini, Cesare Maria de Vecchi und Michele Bianchi.
Agent der Briten: Benito Mussolini (links) im Jahr 1917 - für ihn ein Wendejahr. Er, der sich freiwillig zur Armee gemeldet hatte, wurde an der Front verwundet und musste im Mai 1917 aus dem Heer ausscheiden. Kurz danach wurde er als Agent für den britischen Geheimdienst MI5 angeheuert und fürstlich bezahlt, wie jetzt ein britischer Historiker mit bisher unbekannten Dokumenten belegen kann.
Festnahme in Rom: Das Foto zeigt die Verhaftung Benito Mussolinis am 11. April 1915. In jungen Jahren arbeitete er als Redakteur für sozialistische Zeitungen und leitete später sogar das sozialistische Zentralorgan "Avanti!" Nach dem Bruch mit den Sozialisten gründete er die Zeitung "Popolo d'Italia", die für Italiens Kriegseintritt warb.
Samuel Hoare: 1917 verfügte der britische Geheimdienstmann und Mitglied des Parlaments Samuel Hoare in Italien über etwa 100 Agenten. Einer von ihnen war der spätere Diktator Benito Mussolini. Das Cover des US-Magazins "Time" zeigt Samuel Hoare im Jahr 1935. Damals war Hoare britischer Außenminister.
Hitler und Mussolini in Florenz: Adolf Hitler und der italienische Diktator Benito Mussolini fahren in einem offenen Wagen durch Florenz. Der Italien-Besuch des deutschen "Führers" vom 3. bis zum 9. Mai 1938 wurde zu einer Machtdemonstration des Faschismus. Auf Initiative Adolf Hitlers schlossen das Deutsche Reich, Italien und Japan im September 1940 den Drei-Mächte-Pakt zur gegenseitigen wirtschaftlichen, politischen und militärischen Unterstützung. Die Ziele waren regionale Vorherrschaften: Deutschland in Kontinentaleuropa, Italien im Mittelmeerraum und Japan im ostasiatischen-pazifischen Raum. Mit der zunehmenden militärischen Überlegenheit der Anti-Hitler-Koalition fiel das Bündnis der Achsenmächte auseinander.