Projekt "Whitecoat" "Es wird in zwei Wochen vorbei sein"
Fort Detrick: Die Aufnahme aus den fünfziger Jahren zeigt den Haupteingang von Fort Detrick im US-Bundesstaat Maryland, dem Hauptquartier des US-amerikanischen Programms für biologische Kriegsführung. Der oberste Arzt der US-Armee, George E. Armstrong, hatte sich 1954 auf die Suche nach Probanden für biologische Kampfstoffe gemacht - und war unter den Adventisten des Siebenten Tages fündig geworden.
Versuchsbaracken: Die Labors für chemische und biologische Kampfstoffe auf dem Gelände von Fort Detrick, 1944. 1969 verordnete der damalige US-Präsident Nixon unter dem Eindruck von Vietnam und dem stärker werdenden Druck der Öffentlichkeit den Verzicht auf biologische und chemische Kriegswaffen.
Militärische Forschung: Techniker der US-Armee arbeiten in den späten sechziger Jahren in einem Labor in Fort Detrick für ein Forschungsprogramm zur biologischen Kriegsführung. Ehemalige Adventisten, die sich dem Programm freiwillig unterzogen, berichten immer wieder von gravierenden Spätfolgen der Experimente. Ob diese tatsächlich auf "Whitecoat" zurückzuführen sind, lässt sich nicht nachweisen.
"Eight Ball": Arbeiter im Jahr 1952 in Fort Detrick während eines Tests mit dem sogenannten "Eight Ball", einer Stahlkugel mit einem Volumen von einer Million Litern. Sie wurde gebaut, um zu bestimmen, wie ansteckend unterschiedliche Keime und Bakterien, wie beispielsweise Milzbranderreger, sind.
Keim im Glas: Ein Wissenschaftler in einem Labor arbeitet in den fünfziger Jahren mit Krankheitserregern im Rahmen des US-amerikanischen Programms für biologische Kriegsführung in Fort Detrick. Das Gelände war das Zentrum eines Projektes, bei dem sich über zwei Jahrzehnte Freiwillige der Siebten-Tag-Adventisten medizinischen Versuchen unterzogen.
Überprüfung: Ein Techniker untersucht im April 1967 in einem Labor des US-amerikanischen Forschungszentrums Fort Detrick eine Reihe Gummihandschuhe auf Lecks.
Projekt "Whitecoat": In Fort Detrick testete die US-Armee von 1954 bis 1973 Krankheitserreger zur biologischen Kriegsführung an freiwilligen Soldaten. Die Versuche liefen so lange weiter, bis US-Präsident Richard Nixon die Wehrpflicht abschaffte.
Versuchslabor: Drei gläserne Messbecher stehen auf einem rostigen Tisch, fotografiert am 15. März 2003 im Gebäude 470 auf dem Gelände von Fort Detrick. Das 1953 gebaute Labor wurde im Rahmen von Versuchen einer möglichen biologischen Kriegsführung für die Produktion von Anthrax, Milzbranderregern, genutzt.
Anthrax: Der Anthrax- oder Milzbranderreger unter dem Mikroskop, eine Aufnahme des U.S. Army Medical Research and Development Command in Fort Detrick.
Anthrax-Tank: Die Aufnahme vom 15. März 2003 zeigt das obere Ende eines Tanks im Gebäude 470 in Fort Detrick. Dort wurde bis zu Beginn der siebziger Jahre flüssiges Anthrax zu Versuchszwecken für die biologische Kriegsführung gespeichert.
Frank Olson: Der Biochemiker Dr. Frank R. Olson, aufgenommen am 10. Juli 1952 in Fort Detrick. Er stürzte 1953 aus einem Hotelzimmerfenster in New York. Seine Familie machte die CIA aufgrund Olsons Wissen über geheime Forschungsprojekte der US-Regierung für seinen Tod verantwortlich.
Freiwillige: Bud Platt (l.) und John Arner, beide freiwillige Teilnehmer des Forschungsprogramms "Whitecoat" der US-Regierung zur Erprobung biologischer Kampfmittel, sind am 4. Oktober 2003 mit anderen Veteranen in Fort Detrick zusammengekommen.