Geheime Polizeiprotokolle - DER SPIEGEL
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Geheime Polizeiprotokolle Swingerclub im Grunewald

Es begann 1891 mit einer Sexparty und endete mit blutigen Duellen: Ein Historiker hat einen schlüpfrigen Skandal am deutschen Kaiserhof recherchiert. Die Arbeit gibt Einblick in das bizarre Intimleben der Hohenzollern.
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Kaiser Wilhelm II., der letzte deutsche Kaiser, wurde am 27. Januar 1859 in Potsdam geboren. Das "Wilhelmische Zeitalter" endete nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg am 10. November 1918, als der deutsche Kaiser ins holländische Exil ging, wo er am 4. Juni 1941 auf Schloss Doorn starb. Das Bild zeigt ihn im Jahr 1905.

Foto: B1620 Jürgen Diener/ DPA
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Die Schwester von Kaiser Wilhelm II., Charlotte von Preußen, auf einer undatierten Aufnahme. Sie wird als Urheberin der Intrige um den "Swingerclub" im Grunewald vermutet. Charlotte starb nach langer psychiatrischer Behandlung im Jahr 1919 in Baden-Baden.

Foto: ullstein bild
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Drei junge Berliner Damen im Grunewald, um 1905. Fanden hier Sexspiele hinter prüder Fassade statt?

Foto: picture-alliance/IMAGNO/Austri
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Die Aufnahme zeigt die Innenhofansicht des Jagdschloss Grunewald, um 1930. Das älteste Berliner Schloss stammt aus dem Jahr 1542 und wurde mehrfach umgebaut. Es gilt als Schauplatz einer frivolen Party 1891 in Adelskreisen um die Kaiserschwester Charlotte.

Foto: akg-images
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Der preußische Kammerherr und Zeremonienmeister Leberecht von Kotze organisierte am Hof des Kaisers die Bälle und Empfänge für die feine Gesellschaft. Er geriet 1894 in den Verdacht, in den Skandal um die Sexparty im Grunewald verwickelt gewesen zu sein und wurde ohne Strafantrag auf Befehl des Kaisers verhaftet.

Foto: SAMMLUNG RAUCH/INTERFOTO
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Nach einer Sexparty in Adelskreisen 1891 im Jagdschloss Grunewald verschickte ein anonymer Täter Briefe und Fotos an die beteiligten Personen. Gräfin Hohenau, verheiratet mit dem homosexuellen Hohenzollern-Sprössling Friedrich von Hohenau, erreichte 1892 dieses anonyme Schreiben mit einem aufgeklebten pornographischen Bild.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Geheimes Staatsarchiv, Berlin
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