Geheimoperation "Mongoose" Todesgrüße aus Washington
Fulgencio Batista: Der ehemalige kubanische Präsident vor einer Karte des Inselstaates. Batista hatte mit seiner US-freundlichen Politik die Zuckerinsel in ein Dorado für Kapitalanleger, Casinobarone und Mafiapaten gemacht.
Harold Valentine/ AP
Auf dem Höhepunkt der Macht: Der kubanische Präsident Fulgencio Batista spricht am 19. April 1957 zu etwa 150.000 seiner Anhänger vom Balkon des Präsidenten-Palastes.
Bewaffneter Kampf: Erst Jura-Student, dann Rebellenführer - Fidel Castro mit Waffe in der Sierra Maestra im Jahr 1957.
Castro auf dem Weg in die Hauptstadt: Der siegreiche Revolutionär Fidel Castro und seine Soldaten pausieren am 7. Januar 1959 an der Straße nach Havanna. Der bisherige Machthaber Batista hatte das Land verlassen und die Umstürzler erwartete ein herzlicher Empfang in der kubanischen Hauptstadt. Damals war Castro noch ein leidenschaftlicher Zigarrenraucher - weshalb im Rahmen der Operation Mongoose unter anderem auch ein Mordanschlag mit einer mit Sprengstoff präparierten Zigarre erwogen wurde.
Neue Zeiten: Fidel Castro und einige seiner Soldaten sehen sich auf Batistas Farm knapp 25 Kilometer südwestlich von Havanna ein Wandgemälde des gestürzten Diktatoren an.
Im Glauben vereint: Exilkubaner in Miami haben sich am 19. April 1961 getroffen, um für den Erfolg der US-Invasion der Schweinebucht zu beten. Ihre Gebete wurden jedoch nicht erhört, die Aktion scheiterte, die von den USA unterstützten Exilkubanischen Truppen wurden bei ihrer Invasion bereits nach kürzester Zeit aufgerieben.
Erklärungsbedarf: Ein Exilkubaner sieht sich am 22. Oktober 1962 in Miami die Fernsehansprache von John F. Kennedy an, in der der Präsident die Position der USA zu Kuba erklärte.
"Hands Off Cuba"-Flugblatt: Die Kuba-Politik der USA - insbesondere das Handelsembargo gegen die Insel - findet bei den US-Bürgern bis heute ein geteiltes Echo.
Absturz auf Kuba: Ein bei der Invasion der Schweinebucht abgeschossener amerikanischer B-26-Bomber im Juni 1961 auf Kuba. Um die Weltöffentlichkeit für einen Sturz Castros auf ihre Seite zu ziehen, dachte sich die CIA teils groteske Pläne aus. Unter anderem wurde der fingierte Abschuss eines amerikanischen Passagierflugzeugs erwogen.
Sam Giancana: Für das Projekt "Mongoose", das Mordkomplott gegen Fidel Castro, nahm die CIA auch Kontakt zur Unterwelt auf. So sollte beispielsweise der berüchtigte Mafiosi Sam Giancana bei der Beseitigung des Máximo Lider helfen.
Politik der harten Hand: Vor einer Versammlung von Journalisten erklärte John F. Kennedy am 20. April 1961, dass Amerikas Geduld gegenüber Kuba nicht unerschöpflich sei. Der Präsident wusste zu diesem Zeitpunkt bereits von den geheimen Plänen zur Ermordung Fidel Castros.
Sicherheitskontrolle in Guantanamo: Kubanische Arbeiter werden beim Verlassen des kubanischen US-Stützpunkts Guantanamo Bay im Januar 1961 von einer Wache durchsucht. In geheimen Sitzungen dachten sich Strategen in der US-Regierung derweil Pläne aus, wie sie einen Anschlag auf die Basis vortäuschen könnten. Sie wollten so der Weltöffentlichkeit einen verständlichen Kriegsgrund gegen die von Castro regierte Insel liefern.
Ein Geschenk für den Präsidenten: Während eines Treffens mit Exilkubanern in Coral Gables, Florida im Frühjahr 1961, bekommt Präsident Kennedy eine Flagge überreicht. Er sprach an diesem Tag zu einem Publikum von etwa 40.000 der in Florida lebenden Kubanern.
Guantanamo Bay: Am Eingang des Navy-Stützpunkts der USA auf Kuba werden am 9. Januar 1961 zwei Soldaten in einem Jeep kontrolliert. In vielen Plänen der Operation "Mongoose" spielte die Basis eine zentrale Rolle. So wurde zum Beispiel die Versenkung eines US-Schlachtschiffes vor Guantanamo durchgespielt - es wäre ein willkommener Kriegsgrund für die US-Regierung gewesen.
MiG-Jäger fertig zum Abheben: Einer der Pläne der Mongoose-Strategen sah vor US-Jäger akribisch in kubanische MiGs umzubauen. US-Piloten sollten mit den Flugzeugen dann den zivilen Luftverkehr stören und so den USA einen Grund für eine Invasion Kubas liefern.
Gut gerüstet: Ein US-Soldat erklärt seinem Kameraden in Guantanamo Bay im Januar 1961 die Handhabung einer Waffe.
Schaulustige: Kubanische Soldaten umringen 1962 einen Pick-Up-Truck mit den Leichen amerikanischer Soldaten, die bei der Invasion der Schweinebucht ums Leben gekommen waren.
Schweres Geschütz am Sandstrand: Kubanische Soldaten präsentieren eine Artillerie-Station am Strand, die sie während der US-amerikanischen Invasion zur Verteidigung der Schweinebucht genutzt hatten.