Geiselnahme in Nairobi "Wir haben die Angreifer besiegt"
Rauch steigt aus der Westgate Mall in Nairobi auf: Die Geiselnahme ist zu Ende.
Insgesamt wurden fünf Angreifer getötet, elf weitere Verdächtige festgenommen.
Während des viertägigen Geiseldramas sind 61 Zivilisten und sechs Sicherheitskräfte getötet worden.
"Wir haben die Angreifer besiegt und gedemütigt", erklärte Kenias Präsident Uhuru Kenyatta am Dienstagabend in einer Fernsehansprache.
Die Polizei versuchte mit Tränengas, Schaulustige zu vetreiben.
Angehörige von Johnny Mutinda Musango, 48, eines der Opfer bei der Geiselnahme.
Die Verletzten werden verarztet: Insgesamt gab es rund 70 Tote.
Soldaten vor dem brennenden Westgate-Einkaufszentrum: Erst am Abend des vierten Tages wurde das Drama um die Geiseln in der Gewalt der Schabab-Kämpfer beendet.
Sicherheitskräfte am besetzten Einkaufszentrum: Die Islamisten hatten viele Geiseln in ihrer Gewalt.
Drama im Westgate: Am Dienstagmorgen fielen wieder Schüsse in dem Einkaufszentrum.
Am Montag hatte es offenbar mehrere aufeinanderfolgende Explosionen gegeben. Kurz darauf stieg dichter schwarzer Rauch auf. Ein Gefecht könnte zu einem Brand und zum Einsturz einiger Stockwerke geführt haben.
Drama in Nairobi: Ein bewaffneter Soldat im Einsatz im Einkaufszentrum
Aufnahme aus der Nacht: Eigentlich hatten die kenianischen Einheiten schon am Sonntag den entscheidenden Angriff angekündigt - doch die Befreiung der letzten Geiseln gestaltete sich schwierig.
Angespannte Lage vor dem Westgate Shopping Centre: Mindestens 68 Menschen starben, als schwer bewaffnete Angehörige der Schabab-Miliz das Einkaufszentrum am Samstag stürmten und das Feuer auf Zivilisten eröffneten.
Außerhalb des Gebäudes kamen nach Bekanntwerden des Geiseldramas Schaulustige zusammen.
Der Beginn der Attacke am Samstag: Besucher und Angestellte des Zentrums fliehen in Panik. Unter den Opfern sollen auch Kinder sein.
Der Polizei zufolge ereignete sich der Überfall während eines Kinderkochwettbewerbs, der von einem Radiosender veranstaltet wurde. Die Schießerei begann, als gerade die Gewinner ausgezeichnet werden sollten.
Im ersten Licht des Montagmorgens gingen Sicherheitskräfte vor dem Tor der Mall in Stellung: Unklar war lange, wie viele Menschen sich noch in dem unübersichtlichen Gebäudekomplex aufhielten.
In Stellung: Am Sonntag erklärte Präsident Uhuru Kenyatta, der bei der Attacke selbst einen Neffen verloren hat, man werde die Hintermänner des Angriffs "rasch und schmerzhaft" bestrafen.