Geisterort in Argentinien Endstation Deutschland
Endstation Alemanía: Der Bahnhof in dem argentinischen Dorf Alemanía wurde 1916 eingeweiht. 1971, als die Strecke der Linie C-13 stillgelegt wurde, fuhr hier der letzte Zug ein.
Brücke der guten Hoffnung: Die einspurige, verrostete Eisenbahnbrücke nach Alemanía ist 2009 mit bunten Leinentüchern geschmückt. Am Geländer ist eine Stahlplatte mit der deutschen Aufschrift "Brücke der guten Hoffnung" angebracht - deutsche Arbeiter, die an der Bahnstrecke bauten, gaben ihr diesen Namen.
Das Foto wurde von
Johanna Curto
zur Verfügung gestellt.
Dorfstraße: Eine einzige Häuserzeile mit bunt bemalten Fassaden steht 2002 in Alemanía.
Nutzungsänderung: "Restaurant und Bar Alemanía" besagte der ursprüngliche, verblasste Schriftzug an der Hauswand. Später hieß das Lokal "Restaurant SUSY Ale", 2002 steht die Immobilie zum Verkauf.
Staub und Spinnen: Eine offene Haustür, die Fensterscheiben zerbrochen. Spinnweben verraten, dass sich hier seit langem niemand mehr hineingetraut hat.
Empfänger verzogen: In besseren Zeiten besaß Alemanía sogar ein eigenes Postamt.
Pizzeria Chicho: Als Heinrich Sassenfeld 2002 Alemenía besuchte, gab es weder eine Bar noch ein Restaurant in dem verlassenen Dorf. Inzwischen haben sich wieder einige Familien in dem Örtchen niedergelassen.
Abstellgleis: Seit 1971 verkehrt kein Zug mehr in Alemanía. Zwischen den Gleisen sprießt das Unkraut.
Verlassen: Die meisten Häuser in Alemanía sind 2002 verschlossen, die Gebäude verwahrlosen. Durch diese Tür ist schon seit längerem niemand mehr gegangen - vor dem Eingang rostet ein Metallfass.
Eisenbahn in Argentinien: Das Foto von 1955 zeigt eine Dampflok am Bahnhof in Salta, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Argentinien. Rund hundert Jahre zuvor hatte das Land den Eisenbahnverkehr aufgenommen. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts verfügte Argentinien mit mehr als 40.000 Kilometern Schiene über ein größeres Streckennetz als die meisten Länder Europas.
Fahrt zu den Wolken: Wer mit dem "Tren a las Nubes" fährt, muss schwindelfrei sein. Der "Zug zu den Wolken" passiert die Anden auf einer Höhe von mehr als 4000 Metern. Die Linie verbindet den Nordwesten Argentiniens, hier in der Provinz Salta, mit der chilenischen Grenze. Foto von 2008.
Rot, gelb, blau: Die Fassade bröckelt, die Farbe blättert ab - der morbide Charme des Geisterstätdchens Alemanía zieht Hobby-Fotografen an.
Dorfzugang: Über diese Brücke gelangt man in den kleinen Ort Alemanía. Im Hintergrund ist der Bahnhof zu sehen.
Henne mit Küken: Die neuen Bewohner von Alemanía haben auch wieder Haustiere mit in den Ort gebracht. Hühner und Hunde streunen durchs Dorf. Eine Aufnahme von Mai 2010.
Geschlossen: Der Fahrkartenschalter am Bahnhof macht nach 40 Jahren ohne Nutzung noch einen passablen Eindruck.
Am Straßenrand: Einige der Lehmhütten mit Wellblechdach nutzen die Bauern und Hirten aus der Umgebung heute als Lager oder Garage.
Kleines demokratisches Geheimnis: Kaum noch ersichtlich ist 2002 in Alemanía, wann hier der letzte Wahlkampf stattfand. Die Aufforderung zur Stimmabgabe ist verblasst.
Geisterstädtchen: Wenn es Abend wird, wirkt Alemanía noch trostloser. Kaum etwas erinnert noch an die ausgelassene Wild-West-Stimmung, die hier einst herrschte.
Endstation Deutschland: Die Reste der alten Bahn-Endstation in Alemanìa im Nordwesten Argentiniens in der fantastischen Quebrada di Cafayate.
Zur Orientierung: Die Karte zeigt den Bezirk Guachipas, in dem Alemanía liegt, einer von 23 Bezirken der Provinz Salta. Rechts daneben die Umrisse eines Kaktusses, charakteristisch für die Region.
Langes Warten: Da wird wohl kaum noch mal ein Zug halten. Reste des Bahnhofs in Alemanìa, Provinz Salta, Argentinien.
Quebrada de las Conchas: Im südlichen Teil der Provinz Salta haben sich durch Erosion eindrucksvolle Felsformationen gebildet - wie die sogenannten "Schlösser" in der Schlucht des Flusses Las Conchas. Touristen erkunden die Gegend mit 21. Jahrhundert mit dem Fahrrad.
Schlund des Teufels: "Schlund des Teufels" heißt dieses Felsengebilde, heute eine touristische Sehenswürdigkeit, südlich der Provinzhauptstadt Salta.