Geisterort in Argentinien - DER SPIEGEL
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Geisterort in Argentinien Endstation Deutschland

Wer hier sein Glück suchte, konnte über Nacht reich werden, hieß es: Das Dorf Alemanía in Argentinien zog Abenteurer, Bergleute, Händler an - nach dem Ersten Weltkrieg brach alles zusammen. Heinrich Sassenfeld fand nur noch ein Geisterstädtchen und löste das Rätsel um den Ortsnamen "Deutschland".
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Endstation Alemanía: Der Bahnhof in dem argentinischen Dorf Alemanía wurde 1916 eingeweiht. 1971, als die Strecke der Linie C-13 stillgelegt wurde, fuhr hier der letzte Zug ein.

Foto: Luis Ponce by Estepario
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Brücke der guten Hoffnung: Die einspurige, verrostete Eisenbahnbrücke nach Alemanía ist 2009 mit bunten Leinentüchern geschmückt. Am Geländer ist eine Stahlplatte mit der deutschen Aufschrift "Brücke der guten Hoffnung" angebracht - deutsche Arbeiter, die an der Bahnstrecke bauten, gaben ihr diesen Namen.

Das Foto wurde von Johanna Curto zur Verfügung gestellt.

Foto: Johanna Curto
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Dorfstraße: Eine einzige Häuserzeile mit bunt bemalten Fassaden steht 2002 in Alemanía.

Foto: Heinrich Sassenfeld
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Nutzungsänderung: "Restaurant und Bar Alemanía" besagte der ursprüngliche, verblasste Schriftzug an der Hauswand. Später hieß das Lokal "Restaurant SUSY Ale", 2002 steht die Immobilie zum Verkauf.

Foto: Heinrich Sassenfeld
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Staub und Spinnen: Eine offene Haustür, die Fensterscheiben zerbrochen. Spinnweben verraten, dass sich hier seit langem niemand mehr hineingetraut hat.

Foto: Heinrich Sassenfeld
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Empfänger verzogen: In besseren Zeiten besaß Alemanía sogar ein eigenes Postamt.

Foto: Heinrich Sassenfeld
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Pizzeria Chicho: Als Heinrich Sassenfeld 2002 Alemenía besuchte, gab es weder eine Bar noch ein Restaurant in dem verlassenen Dorf. Inzwischen haben sich wieder einige Familien in dem Örtchen niedergelassen.

Foto: Diego Jiménez
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Abstellgleis: Seit 1971 verkehrt kein Zug mehr in Alemanía. Zwischen den Gleisen sprießt das Unkraut.

Foto: Heinrich Sassenfeld
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Verlassen: Die meisten Häuser in Alemanía sind 2002 verschlossen, die Gebäude verwahrlosen. Durch diese Tür ist schon seit längerem niemand mehr gegangen - vor dem Eingang rostet ein Metallfass.

Foto: Heinrich Sassenfeld
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Eisenbahn in Argentinien: Das Foto von 1955 zeigt eine Dampflok am Bahnhof in Salta, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Argentinien. Rund hundert Jahre zuvor hatte das Land den Eisenbahnverkehr aufgenommen. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts verfügte Argentinien mit mehr als 40.000 Kilometern Schiene über ein größeres Streckennetz als die meisten Länder Europas.

Foto: Getty Images
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Fahrt zu den Wolken: Wer mit dem "Tren a las Nubes" fährt, muss schwindelfrei sein. Der "Zug zu den Wolken" passiert die Anden auf einer Höhe von mehr als 4000 Metern. Die Linie verbindet den Nordwesten Argentiniens, hier in der Provinz Salta, mit der chilenischen Grenze. Foto von 2008.

Foto: Getty Images
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Rot, gelb, blau: Die Fassade bröckelt, die Farbe blättert ab - der morbide Charme des Geisterstätdchens Alemanía zieht Hobby-Fotografen an.

Foto: Woui desde Somona
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Dorfzugang: Über diese Brücke gelangt man in den kleinen Ort Alemanía. Im Hintergrund ist der Bahnhof zu sehen.

Foto: Luis Ponce by Estepario
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Henne mit Küken: Die neuen Bewohner von Alemanía haben auch wieder Haustiere mit in den Ort gebracht. Hühner und Hunde streunen durchs Dorf. Eine Aufnahme von Mai 2010.

Foto: Caroline Nobile
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Geschlossen: Der Fahrkartenschalter am Bahnhof macht nach 40 Jahren ohne Nutzung noch einen passablen Eindruck.

Foto: Heinrich Sassenfeld
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Am Straßenrand: Einige der Lehmhütten mit Wellblechdach nutzen die Bauern und Hirten aus der Umgebung heute als Lager oder Garage.

Foto: Luis Ponce by Estepario
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Kleines demokratisches Geheimnis: Kaum noch ersichtlich ist 2002 in Alemanía, wann hier der letzte Wahlkampf stattfand. Die Aufforderung zur Stimmabgabe ist verblasst.

Foto: Heinrich Sassenfeld
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Geisterstädtchen: Wenn es Abend wird, wirkt Alemanía noch trostloser. Kaum etwas erinnert noch an die ausgelassene Wild-West-Stimmung, die hier einst herrschte.

Foto: Jorge Gorosito
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Endstation Deutschland: Die Reste der alten Bahn-Endstation in Alemanìa im Nordwesten Argentiniens in der fantastischen Quebrada di Cafayate.

Foto: Volker Schmidt
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Zur Orientierung: Die Karte zeigt den Bezirk Guachipas, in dem Alemanía liegt, einer von 23 Bezirken der Provinz Salta. Rechts daneben die Umrisse eines Kaktusses, charakteristisch für die Region.

Foto: Jorge Gorosito
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Langes Warten: Da wird wohl kaum noch mal ein Zug halten. Reste des Bahnhofs in Alemanìa, Provinz Salta, Argentinien.

Foto: Volker Schmidt
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Quebrada de las Conchas: Im südlichen Teil der Provinz Salta haben sich durch Erosion eindrucksvolle Felsformationen gebildet - wie die sogenannten "Schlösser" in der Schlucht des Flusses Las Conchas. Touristen erkunden die Gegend mit 21. Jahrhundert mit dem Fahrrad.

Foto: Heinrich Sassenfeld
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Schlund des Teufels: "Schlund des Teufels" heißt dieses Felsengebilde, heute eine touristische Sehenswürdigkeit, südlich der Provinzhauptstadt Salta.

Foto: Heinrich Sassenfeld
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