Geldfälscher-Affäre - DER SPIEGEL
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Geldfälscher-Affäre Blüten fürs Vaterland

Mit gefälschten französischen Francs wollte Ungarns Elite 1925 eine Kampagne gegen schmachvolle Gebietsverluste bezahlen - und ganz nebenbei das verhasste Frankreich ruinieren. Bekannt wurden die hochrangigen Verschwörer aber vor allem als erstklassige Nichtskönner.
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Unter Verdacht: Eine Mitwisserschaft konnte dem Ministerpräsidenten István Bethlen nie nachgewiesen werden. Doch auch später sah er sich immer wieder zu einer Erklärung über seine Rolle in der Verschwörung gedrängt.

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Schmachvoller Diktatfrieden: Karte des Königreichs Ungarn mit dem Banat nach der Aufteilung 1921 im Vertrag zu Trianon. Viele Ungarn hatten den Friedensvertrag nach dem Ende des Ersten Weltkrieges als Schande für ihr Land empfunden. Teile von Adel und Bürgertum strebten nach einer Wiederherstellung "Großungarns".

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Wertlos: Mit gefälschten Francs, die sie im Ausland in Umlauf brachten, wollte eine ungarische Adelsclique ihren Propagandafeldzug gegen den Friedensvertrag von Trianon finanzieren. Die Qualität der nachgemachten 1000-Franc-Noten war allerdings so schlecht, dass sie schon am Papier als Fälschungen zu erkennen waren.

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Diplomat und Dilettant: Mit der Verhaftung von Arisztide Jankovich, einem Boten des Außenministeriums, flog die Verschwörung auf. Die Beamten sicherten sich auch sein Tagebuch.

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Jankovichs Gepäck: In seinem Hotelzimmer in Amsterdam stellten Kriminalbeamte den mit gefälschten Tausend-Franc-Scheinen gefüllten Koffer des ungarischen Offiziers sicher.

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Drahtzieher: Lajos Windischgraetz verteidigte den Komplott noch Jahre später in seiner Autobiographie.

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Krimineller Staatsdiener. Imre Nádosy, Ungarns Polizeichef, landete für seine Beteiligung an der Franc-Fälschung hinter Gittern.

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