Gemeinsame Expedition Kanadier und Amerikaner im hohen Norden
Kanadischer Eisbrecher "Louis S. St.-Laurent" (vor Neufundland, April 2008): Kanada und die USA machen siech gemeinsam auf den Weg. in die Arktis. Zwei Eisbrecher stechen dafür am Montag in See: Die amerikanische "Healy" macht sich aus Alaska auf den Weg, die kanadische "Louis S. St.-Laurent" kommt aus der Provinz Nunavut. Auf hoher See treffen sich dann beide Schiffe.
US-Eisbrecher "Healy" (in der Beringsee, Mai 2007): Beide Schiffe wollen bis auf 84 Grad nördlicher Breite vorstoßen, das ist knapp 600 Kilometer unterhalb des Nordpols.
Kanadische Arktisinseln (Bild des Satelliten "Envisat", 2009): Nach der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen haben Staaten generell den Zugriff auf einen 370 Kilometer breiten Streifen vor ihren Küsten. Dort dürfen sie auch wirtschaftlich aktiv werden.
Arktisches Meereis vor Alaska (September 2009): Wenn die Uno auf Basis von gelieferten Daten zustimmt, können die Staaten die Ressourcen auch in diesen Meeresgebieten noch ausbeuten.
Eisbären an der Beaufortsee (Archivbild): Die USA und Kanada streiten sich, wie die Grenzlinie auf dem Meer weitergeht. Es geht um ein 21.500 Quadratkilometer großes Areal, in dem Öl und Gas vermutet werden. Washington und Ottawa sind sich nicht einig, wie ein russisch-britischer Vertrag aus dem Jahr 1825 zu interpretieren ist.
Arktisches Meereis (Bild aus Satellitendaten): Wer der Arktis einen Teil ihrer Geheimnisse entlocken will, der muss sich die richtige Zeit dafür aussuchen. Deswegen starten Expeditionen zur Erkundung des Meeresbodens im hohen Norden auch stets im Hochsommer - weil dann die Eisbedingungen naturgemäß am besten sein sollten. Das Arktische Meereis erreicht sein Minimum im September.
Russisches Forschungsschiff "Akademik Fjodorow" (2007): Russland hat ebenfalls eine Expedition in die Arktis geschickt, die Daten für Gebietsforderungen sammeln soll.