Gemetzel in Kenia: Bilder als Täter - DER SPIEGEL
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Gemetzel in Kenia Bilder als Täter

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Polizisten feuern Tränengas auf die Trauernden bei der Beerdigung des kenianischen Oppositionspolitikers Melitus Were Ende Januar.

Foto: REUTERS
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Wir kennen diese Bilder. Wir kennen dieses Afrika. Allerdings bezeichnet dieses Afrika weniger einen Punkt auf der Landkarte, als vielmehr einen Ort in der kollektiven Vorstellung, die wir uns von diesem Kontinent machen - und auch machen sollen. Afrika als Ort kollektiver Vorstellung. Einer Vorstellung nämlich, dass...

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...diese primitiven, archaischen Waffen auf primitive, archaische Menschen verweisen - ...

Foto: AP
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...und auf Konflikte, die ebenso archaisch...

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...und primitiv sein müssen. Rache. Vergeltung. Überkommene Ehrbegriffe.

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Ein bei den Unruhen Ende Januar verletzter Angehöriger der Kikuyu.

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Manche gesellschaftlichen Gruppen wurden bevorzugt, andere von Macht und Reichtum gehalten. Teile und herrsche! So wie hier...

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... im fruchtbaren Rift Valley, wo die Briten Angehörige der Kikuyu als Ackerbauern ansiedelten. Das Nachsehen hatten die ansässigen Kalenjin.

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Dieses Muster ist in Kenia wie überall dasselbe. Hier: Unruhen in Nairobi, die Polizei feuert Tränengas auf oppositionelle Demonstranten.

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Sotik am 2. Februar: Afrikaner, manche von ihnen Kinder, bewaffnet mit Speeren, Macheten, mit Pfeil und Bogen. Doch was die Kämpfer zusammengetrieben hat, verrät das Bild nicht. Aber es perpetuiert ein Bild Afrikas, dem eine vorsätzliche, instrumentalisierte und organisierte Lüge zu Grunde liegt. Die Lüge von der Unfähigkeit der Afrikaner zur Demokratie. Die Lüge von der spontanen, atavistischen Gewalt.

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