Chinesisches Gewächshaus Grüner Daumen für die Eiswüste
Gewächshaus an Chinas Antarktis-Station: Schon im zweiten Frühjahr züchten und ernten die Forscher frisches Gemüse. Sie leben oft viele Monate auf der Station und konnten zuvor nur angelieferte Tiefkühlnahrung essen.
Blick ins Gewächshaus: Das Plexiglas lässt besonders viel Licht ins Innere, sodass Kunstlicht nur ergänzend eingeschaltet werden muss. Die Pflanzen wachsen als Hydrokulturen - also ohne Erde. Das soll verhindern, dass Schädlinge auf den Eiskontinent gelangen.
Deutsche Forschungsstation Neumayer-Station III: Auch in anderen Antarktis-Stationen versorgen sich Polarforscher mit frischem Gemüse. Die Gewächshäuser sind aber meist deutlich kleiner und arbeiten in der Regel nur mit künstlichem Licht.
Geplantes Gewächshaus an der Neumayer-Station III: Das Projekt Eden ISS vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist vor allem ein Testlauf für die Pflanzenzucht auf einer Weltraumstation.
Blick in Gewächshaus Eden (Zeichnung): Frische Kost hebt die Stimmung von Forschern wie Astronauten, wenn sie monatelang in einer lebensfeindlichen Umgebung ausharren müssen.
DLR-Forscher Paul Zabel: Beim Projekt Eden ISS sollen Technologien zum Pflanzenanbau im Weltraum erprobt werden. Die Antarktis bietet dafür ideale Voraussetzungen.
Die DLR-Forscher wollen ab Dezember 2017 ein Containergewächshaus an der deutschen Neumayer-Station betreiben und frisches Gemüse für die Crew produzieren.