Geniale Nomaden - DER SPIEGEL
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Geniale Nomaden Die Spuren der Nabatäer

Er entkam der Judenvernichtung und verhalf seiner neuen Heimat Palästina zum Blühen: Nach seiner Auswanderung aus Deutschland 1933 machte der jüdische Botaniker Michael Evenari in der Wüste Negev eine bahnbrechende Entdeckung - und prägt damit Israel bis auf den heutigen Tag.
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Michael Evenari in Avdat: Nachdem er als Kind ein Mikroskop geschenkt bekommen hatte, wollte er Botaniker werden. Als Erwachsener entdeckte er schließlich die Bewässerungstechnik der Nabatäer, die 300 vor Christus die Negevwüste besiedelt hatten, neu und prägte damit die israelische Landwirtschaft bis heute.

Foto: Otto L. Lange
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Überbleibsel der Nabatäer: In der gesamten Negevwüste, die sich über mehrere Länder des Nahen Ostens erstreckt, sind noch Spuren des antiken Nomadenvolks zu finden, das um 300 vor Christus hier gelebt hat. So beispielsweise auch die Felsenstadt Petra in Jordanien, die seit 1985 Teil des Unesco-Welterbes ist. Dort befindet sich auch diese etwa 45 mal 50 Meter große, in den Fels geschlagene Fassade.

Foto: dpa
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Landwirtschaft in der Wüste: Die ersten jüdischen Siedler im britischen Mandatsgebiet Palästina, das später Israel werden sollte, hatten es schwer, in dem staubigen Wüstenboden der Negev etwas zu pflanzen. Landwirtschaft bedeutete in diesen frühen Jahren in erster Linie viel Arbeit und wenig Ertrag. Nicht nur für diesen Pionier, der im Juli 1947 versucht, Gemüse nahe des Kibbuz Urim anzupflanzen.

Foto: Getty Images
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Weinanbau in der Negev-Wüste: Der einst staubige Boden in Israel konnte inzwischen zu großen Teilen wieder fruchtbar gemacht werden - auch dank der Forschungen des 1989 verstorbenen Botanikers Michael Evenari.

Foto: dpa
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Jüdischer Widerstand: Ein Haganah-Kommandeur checkt mit einer Patrouillegruppe das Gelände bei Bab El Wad während der Kämpfe um den Tel Aviv-Jerusalem-Highway im Mai 1948. Da sich die jüdischen Siedler von den britischen Mandatsträgern in Palästina nicht ausreichend vor den Übergriffen der Araber geschützt sahen, gründeten sie diese Widerstandsorganisation. Auch Michael Evenari trat ihr bei.

Foto: AP
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Proklamation des Staates Israel: David Ben Gurion, der erste Ministerpräsident Israels (l.) nach der Unterzeichnung der Proklamationsurkunde am 14. Mai 1948 im Stadtmuseum von Tel Aviv. In Anwesenheit von mehreren hundert Personen hatten Vertreter aller jüdischen Parteien und der Jewish Agency die "Unabhängigkeits-Deklaration" des neuen jüdischen Staates Israel unterzeichnet. Für die Schaffung eines eigenen Staates mit Jerusalem als Mittelpunkt hatten die Zionisten mehr als 50 Jahre lang gekämpft.

Foto: A9999 DB/ dpa
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