Georg Milbradt Herr der Krisen
Rücktrittserklärung: Georg Milbradt tritt in der Staatskanzlei vor die Presse, im Hintergrund blickt sein Vorgänger Kurt Biedenkopf vom Foto.
Sachsens Ministerpräsident im Kreuzverhör: In einem Untersuchungsausschuss musste Georg Milbradt zu den Problemen der landeseigenen SachsenLB Stellung nehmen.
Die Krise um die einstige, inzwischen verkaufte Landesbank und die zuletzt bekannt gewordenen umstrittenen Privatgeschäfte mit der Bank kosteten Milbradt nun das Amt.
Milbradts Nachfolge wird der bisherige Finanzminister Stanislaw Tillich (li.)antreten.
Führungsstreit: Anfang 2001 feuerte der damalige Ministerpräsident Kurt Biedenkopf Georg Milbradt - seinerzeit Minister - aus der Regierung. Doch Milbradt hatte weiter politische Ambitionen.
Im Jahr 2002 übernahm er mitten in der Legislaturperiode das Amt des Regierungschefs. Mit seinem Kabinett stellte er sich zum Gruppenfoto.
Wenige Monate nach Amtsübernahme wurde er als Krisenmanager während der Hochwasserkatastrophe bundesweit bekannt.
Bei der Landtagswahl 2004 hatte die erfolgsverwöhnte CDU in Sachsen erstmals die absolute Mehrheit eingebüßt. Die Christdemokraten mussten ein Bündnis mit der SPD schmieden.