Gerichtsfotograf Leo Rosenthal - DER SPIEGEL
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In Berlins Gerichten Große und kleine Gauner

Zeuge der Anklagen: Von 1926 bis 1933 fotografierte Leo Rosenthal in den Gerichtssälen Berlins. Seine Bilder zeigen große und kleine Verbrecher, Anwälte, Richter und Zuschauer. Seine faszinierenden Bilder dokumentieren das Leben einer entfesselten Stadt.
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Der Zeuge Adolf Hitler: Im so genannten Edenpalast-Prozess erreichte Rechtsanwalt Litten als Vertreter der Nebenklage im Mai 1931 eine Vorladung Adolf Hitlers und des SA-Führers Walter Stennes, um zu beweisen, dass Rollkommandoüberfälle eine planmäßige Taktik der NSDAP zur Destabilisierung der Weimarer Republik darstellten. Die Vernehmung hatte zur Folge, dass gegen Hitler wegen Meineides ermittelt wurde.

Leo Rosenthal notierte zu dem Foto: "Ich sass auf der Zeugenbank in der zweiten Reihe; versteckte die Camera hinter dem Rücken der Person, die vor mir sass und machte die Aufnahme seitwärts. Links von Hitler sitzt Stennes. Es ist interessant Stennes aufrechte Haltung mit Hitlers Sitzungsweise zu vergleichen".

Foto: Landesarchiv Berlin / courtesy Schirmer/Mosel
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Prominenter Zeuge: Der Physik-Nobelpreisträger Albert Einstein als Zeuge in einem unbekannten Fall.

Foto: Landesarchiv Berlin / courtesy Schirmer/Mosel
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Selbstporträt des rastlosen Journalisten: Ehe er von 1920 bis 1933 als Gerichtsreporter in Berlin arbeitete, war Leo Rosenthal unter anderem als Anwalt, Gefängnisdirektor und Sekretär des Roten Kreuzes in Moskau tätig.

Foto: Landesarchiv Berlin / courtesy Schirmer/Mosel
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Der erste bedeutende Kunstfälscherprozess: Kunsthändler Otto Wacker verteidigt sich stehend gegen den Vorwurf, mit gefälschten Bildern van Goghs gehandelt zu haben.

Renommierte zeitgenössische Kunstsachverständige, sowie der Neffe des Malers, Vincent Wilhelm van Gogh, sagten in der Verhandlung als Zeugen aus. In aufwändigen Untersuchungen mit Speziallampen und Röntgenstrahlen ließ das Gericht die Echtheit der Bilder überprüfen. Wacker wurde im August 1932 zu einem Jahr und sieben Monaten Gefängnis verurteilt.

Foto: Landesarchiv Berlin / courtesy Schirmer/Mosel
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Juristenbeleidigung vor Gericht: Der im Bild rechts sitzende Joseph Borstein, Redakteur der Zeitschrift "Das Tagebuch", steht wegen des Vorwurfs der Beleidigung des Rechtsanwalts Paul Jorns unter Anklage. Links neben ihm sitzen die Verteidiger Wolfgang Heine und Max Alsberg.

Foto: Landesarchiv Berlin / courtesy Schirmer/Mosel
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