Gesang: Wohlklang und evolutionärer Vorteil - DER SPIEGEL
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Gesang Wohlklang und evolutionärer Vorteil

Die menschliche Stimme kann viel mehr, als zum Sprechen nötig ist. Forscher schließen daraus: Gesang ist evolutionär älter - und brachte den frühen Menschen einen Selektionsvorteil bei Paarung ebenso wie beim Kinderhüten. Hilfreich ist dieses Erbe heute noch.
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Karaoke-Singende (bei der Games Convention in Leipzig): Wenn der Gesang keine evolutionären Vorteile gebracht hätte, dann müsste der Mensch diese Fähigkeit schon längst verloren haben, ...

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... jedenfalls braucht er zum Sprechen nur den Tonumfang einer Quinte. Die meisten Menschen können jedoch Töne im Umfang von drei Oktaven (das entspricht 21 weißen Tasten auf der Klaviatur eines Klaviers) erzeugen

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Tom und Bill Kaulitz von der Popgruppe Tokio Hotel: Dass Gesang Menschen noch heute attraktiv macht, kann man an Musikstars und ihren Fans beobachten

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Steinzeitleben (im TV-Mehrteiler "Steinzeit - das Experiment"): Forscher vermuten, dass die Vorfahren des Menschen sangen, bevor sie sprechen konnte. Und auch Homo sapiens nutzte den Gesang, etwa um beim Partnerwerben zu markieren: "Ich bin gesund und kräftig"

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Schreiender Säugling: Kinder, die mit Gesang beruhigt werden, bleiben länger still als solche, auf die die Eltern nur einreden. Das machten sich wohl schon die ganz frühen Menschen zunutze - vor allem dann, wenn das Kind nur akustisch beruhigt werden musste, und nicht auf den Arm genommen werden konnte

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Chinesischer Chor: Überall auf der Welt klingen Wiegenlieder ähnlich. Musikwissenschaftler schließen daraus, dass sie zu einem relativ frühen Zeitpunkt der Evolution von Sprache und Gesang entstanden sind

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