Geschenktipps Was Radfahrer wünschen
Retro: Zurück zum Fahrradkorb. Für den Großeinkauf ist der Frontlader nicht geeignet. Aber den hatten die dänischen Designer von Copenhagen Parts mit Sicherheit auch nicht im Sinn, als sie diesen Korb entwarfen, der im Lenker integriert ist. In Dänemark gehören gutes Aussehen und Radfahren seit Jahren zusammen. Aber die Deutschen holen auf. Einige Bike Porter fahren bereits durch deutsche Großstädte. Der Lenker eignet sich für alle Fahrräder, die einen zweiteiligen Vorbau besitzen. Preis: etwa 160 Euro.
Cool: Die Fahrradhelme von Nutcase sind eindeutig an Jugendliche adressiert. Eigentlich wollte Michael Morrow nur eine Reihe witziger Helme für seine Familie und Freunde entwerfen. Mittlerweile bringt seine Manufaktur aus Portland Oregon den Helm in zig Designvarianten auf den Markt. Wer Streifen nicht mag, kann auch ein Warnschild- oder Wassermelonen-Aufdruck wählen. Preis: etwa 70 Euro
Trockene Füße: Für diese Regenüberschuhe, die es in verschiedenen Farben gibt, hat die Designerin Georgia Scott auf der Eurobike einen Award eingeheimst. Die Irin stellt Regenkleidung her, die kaum als solche zu erkennen ist. Neben den Regenüberschuhen hat sie Röcke und Blazerjacken in ihren Sortiment. Preis für die Überzieher: etwa 50 Euro
Angehängt: Schultertaschen sind beim Radfahren meist lästig, weil sie rutschen. Die Designer der niederländischen Lederfabrik Burgers New Looxs lösen das Problem. Sie versehen Schultertaschen mit Haken, die sie in einem Reißverschlussfach verstauen, damit sie beim Tragen nicht am Rücken drücken. Zum Fahren kann man sie am Gepäckträger einhängen. Die wasserdichten Taschen gibt es in verschiedenen Farben, Mustern und Materialien. Preis: etwa 40 Euro
Für Helmmuffel und Winterfahrer: Strickmütze, Pudelmütze oder Chapka; Helt produziert Schutzhelme mit witzigen Mützenüberzügen und warmen Innenfutter. Mütze und Helm gehören zusammen. Denn nicht der Helm, sondern der Mützenüberzug ist gepolstert und mit Fleece ausgestattet. Die Handhabe ist simpel: Die Mütze wird über die Hartschale gezogen und an vier Punkten fixiert. Die Mützen kann man einzeln kaufen. Preis: 80 bis 110 Euro.
Wandelbar: Der Leggero Vento-Kinderanhänger aus der Schweiz hat eine feste Wanne und einzelgefederte Sitze. Dadurch wird das Gewicht der Kinder individuell abgefedert. Der Vorteil: Sitze und Wände kann man abbauen und als Anhänger verwenden. Der Hersteller setzt auf Online Verkauf. Bestellen Nachbarn oder Freunde gemeinsam, vermindert sich der Preis (um etwa ein Fünftel/90 Euro). Preis: etwa 460 Euro
Recycelte Regenjacke: Vor 20 Jahren waren Fahrräder aus Stahl und die passende Kleidung knallbunt und aus Plastik. Dass es auch anders geht, zeigt das junge Münchener Label Triple2 mit dieser Regenjacke. Sie ist wind- und wasserdicht und trocknet schnell. Außerdem wird sie nachhaltig produziert. Das Unternehmen verwendet für die Herstellung ihrer Produkte ausschließlich Bio-Baumwolle, Merino-Wolle, Hanffasern und recyceltes Polyester. Der Nebeneffekt: Hanf wirkt antibakteriell und vermindert den Schweißgeruch. Preis: 230 Euro
Im Schlepptau: Die FollowMe-Tandemkupplung verhilft Familien zu stressfreierem Radfahren. Im Stadtverkehr oder auf stark befahrenen Landstraßen fixiert man das Vorderrad des Kindes mit wenigen Handgriffen in der fest installierten Halterung an der Hinterradnabe des Elternrads. Ist kein Kind angedockt ist, hängt die FollowMe-Kupplung wie eine Ziehharmonika zusammengeklappt am Gepäckträger. Preis: etwa 240 Euro.
Für Individualisten: Holzlenker sind eindeutig Exoten in der Fahrradbranche. Tobias Rudolph bedient mit seinen Maßanfertigungen aus Hölzern wie Esche, Teak oder Eiche eine kleine Liebhabergemeinde. Jeden Lenker mit den ergonomischen Griffen stimmt er genau auf die Schulterbreite und Handgröße des Fahrers ab. Die Holzgriffe sind mit einem Hartwachsöl versiegelt. Preis: 90 bis 120 Euro.
Lesbar: Jahrzehntelang waren Radmagazine Lesefutter für Technikfreaks und ambitionierte Radsportler. Mit "Fahrstil" gibt es seit vergangenem Jahr ein auffällig designtes Magazin ohne Tabellen und Testberichte. In Reportagen und Hintergrundberichte berichten die Blattmacher über Grenzerfahrungen und Leidenschaften rund ums Velo und über alltägliche Aspekte wie Fahrraddiebstahl.