Gewässerkarten der Unseco - DER SPIEGEL
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Neue Gewässerkarten Sand, Nährstoffe, Giftalgen

Sand, Nährstoffe, Giftalgen - der Inhalt von Gewässern bleibt normalerweise unsichtbar. Neue Karten zeigen das Verborgene in bunten Farben.
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Nordfriesland im Spätsommer: Das Wattenmeer leuchtet gelbgrün im Satellitenbild, das die Konzentration von Blattgrün (Chlorophyll) im Wasser zeigt. Die Chlorophyll-Menge erreicht im Sommer die höchsten Werte, wenn intensive Sonnenstrahlung Pflanzen sprießen lässt. Die Unesco hat Gewässerkarten aus aller Welt im Rahmen der Internationalen Initiative zur Wasserqualität (IIWQ) nun auf der Internetseite http://www.worldwaterquality.org/ freigeschaltet.

Foto: UNESCO/ EOMAP
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Ostfriesland zur selben Zeit: Je grüner die künstliche Kartenfarbe des Gewässers, desto mehr Chlorophyll ist enthalten - ein Indikator für den Nährstoffgehalt. Die Chlorophyll-Daten wurden von Satelliten gemessen: Sonnenstrahlung im Wasser wird stärker absorbiert, wenn Partikel drin schwimmen. Unterschiedliche Wellenlängen der Strahlung geben Hinweise auf die Art der Partikel.

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Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern am 15. September 2016: In geschlossenen Buchten mit wenig Wasseraustausch zum offenen Meer sammelt sich am meisten Vegetation.

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Ostseeküste von Schleswig-Holstein zur selben Zeit: Der Wasseraustausch vor der Küste ist hier recht groß - es sammeln sich weniger Algen.

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Der Bodensee im Spätsommer: Der Oberlauf des Rheins spült im Südosten bei Bregenz große Mengen Sand in den See (auf diesem Bild wird Sand - "Turbitity" -, nicht Chlorophyll dargestellt). Der Sand setzt sich in Fließrichtung am Grund ab - der See ist im Nordwesten klarer.

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Itaipu Staudamm, Parana Fluss, Argentinien: Die Falschfarben verdeutlichten "extreme Sedimentsunterschiede im Parana Fluss aufgrund der Einträge aus dem Itaipu-Staudamm und angrenzender Flüsse im März 2016", berichtet die Unesco. Je roter das markierte Gewässerareal, desto mehr Partikel schwimmen drin.

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Bucht von Osaka, Japan im März 2016: Die Trübung zeige menschengemachte Verschmutzung, berichtet die Unesco.

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Sommerliche Algenwirbel im Hochgebirgssee Sevan (Armenien) im August 2016.

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Mecklenburger Seenplatte im Juni 2016 mit Tollensesee (links oben): Die Algenkonzentration unterscheidet sich deutlich von See zu See.

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Nil in Ägypten und im Sudan im August 2016: Sedimentkonzentration im Nil und Assuan Staudamm während der Regenzeit. Rot und violett zeigen extrem hohe Partikelmengen im Fluss, die vom Regen hineingeschwemmt wurden.

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Florida Lakes, USA: Giftige Algenblüte in der Seenlandschaft Floridas im Februar 2016.

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Sedimentsflüsse im Mekong Delta nahe Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) im Februar 2016: Das Flussnetzwerk transportiert gewaltige Mengen Partikel, wie die Satellitendaten zeigen.

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Jakutien im Nordwesten Russlands: "Extreme Unterschiede der organischen Stoffe in den Seen und Flüssen der Permafrostregion im August 2016", meldet die Unesco.

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