Gewalt gegen Muslime in Burma Wut, Neid und Angst
Bei blutigen Auseinandersetzungen zwischen Buddhisten und Muslimen in Burma wurden im März Dutzende Menschen getötet, Dutzende weitere verletzt. Das Ausmaß der Zerstörung zeigt sich im Ort Meiktila: Dort sind viele Häuser niedergebrannt oder geplündert worden.
Ganze Stadtviertel und mehrere Moscheen gingen in Meiktila in Flammen auf. Mehr als 12.000 Menschen flohen nach Angaben der Vereinten Nationen aus der Stadt, über die der Ausnahmezustand verhängt wurde.
Steckt dahinter die Extremistengruppe "969" um Ashin Wirathu? Er ist ein buddhistischer Mönch, doch wenig friedfertig. Wirathu zieht als Hassprediger durch Burma und hetzt gegen Muslime: Die Buddhisten müssten sich gegen die "islamische Verschwörung" wehren.
Überall im Land sieht man Aufkleber der "969"-Gruppe, hier bei einem kleinen Laden in Minhla Ende März. Ziel der radikalen Rassisten ist es, Burma zur muslimfreien Zone zu machen.
Die islamische Gemeinschaft im Land fürchtet die radikale Gruppe um Wirathu. Hier beten Muslime in einer Moschee in Rangun. Ende März wurde eines ihrer Gotteshäuser in der Stadt Nattalin angezündet.
Doch auch in Rangun gab es heftige Ausbrüche von religiöser Gewalt - ein Junge betet in Rangun für die Opfer.
Burmesische Muslime fürchten nun weitere Gewalt. Dieses Mädchen betet in einer Moschee in Rangun.
Gut vier Prozent der Bevölkerung Burmas sind Muslime. Diese Frau bereitet Essen in einer Straße Ranguns zu.
Im vergangenen Jahr waren im Westen Burmas bei Auseinandersetzungen zwischen der buddhistischen Volksgruppe der Rakhine und der muslimischen Minderheit der Rohingya mindestens 180 Menschen getötet und mehr als 115.000 weitere vertrieben worden. Hier ein Bild von Rakhine-Männern im Juni 2012 mit selbstgebauten Waffen.
Die muslimischen Rohingya wehren sich gegen den Hass der Extremistengruppe "969" - sie protestierten im März 2013 in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur gegen die Gewalt. "Stoppt die Gruppe '969'", steht auf ihren Schildern.