"Ghost in the Shell" Das Geheimnis der Geheimwaffe
Der Major (Scarlett Johansson) führt in der Neuverfilmung von "Ghost in the Shell" ein freudloses Leben als Geheimwaffe von Sektion 9, dem Sondereinsatzkommando gegen Terroristen und Verbrecher.
Als bei einem Geschäftsessen Geisha-Roboter die Gäste angreifen, wird sie gerufen.
Zu den Eigenschaften ihres vollständig synthetischen Körpers gehört es, dass sie mit ihm über weite Strecken durch die Luft gleiten kann.
Vor so einem Sturz streift sie meist ihre Kleidung ab, um gewissermaßen nackt zur Tat zu schreiten.
Solche imposanten Szenen sind direkt dem japanischen Anime entnommen, das 1995 entstand und als Klassiker der Science Fiction gilt.
Kampfszenen wie die gegen die Geisha-Roboter sind anderen Adaptionen des Mangastoffes entlehnt.
Doch viele Figuren - allen voran Majors Kollege Batou (gespielt von Pilou Asbæk) - kennt man aus Comic und Anime.
Batou verliert bei einer Explosion das Augenlicht und erhält deswegen Augentransplantate.
Auch Batous Figurenzeichnung ist ganz eng am Anime gehalten.
Besonders die Kampfszenen der Liveaction-Fassung, bei denen der Major unter anderem thermo-optische Camouflage nutzt, um zeitweise unsichtbar zu werden, sind visuell beeindruckend. Doch die Geschichte bleibt ohne Resonanz.
Obwohl der Stoff japanischen Ursprungs ist und die Geschichte in einer Stadt spielt, die Tokio sehr ähnelt, sind in der Neuverfilmung nur wenige asiatische Schauspieler zu sehen. Eine der großen Ausnahmen: Kinolegende Takeshi Kitano, der den Chef das Majors spielt.