Gift-Fischerei auf den Philippinen Fische fangen mit Zyanid
Beim Zyanid-Fischen tauchen die Fischer ihrer Beute hinterher. Wenn sich die Fische irgendwo in den Korallen verstecken, kommt eine Plastikflasche mit Zyanid zum Einsatz. Das Gift wird ins Versteck gespritzt, der Fisch gelähmt, eingesammelt und nach oben gebracht.
Das Gift tötet die Fische zwar nicht, vernichtet aber die Algen - und damit auch die Korallen, die ohne Algen nicht überleben. Manchmal dauert es Jahre, bis ein Riff wieder bewohnbar ist. Manchmal bleibt es für immer tot.
Der philippinische Beamte Roberto Rosales aus der Gemeinde Bien Unido zeigt auf einem Gemälde, wie seine Behörde gegen die illegale Fischerei mit Zyanid und Dynamit kämpft. Die Strafen von rund 40 Euro pro Person schrecken nur wenige ab, erwischt wird nur selten jemand. Rosales, sagt: "Wir haben hier 500 Quadratkilometer offene See."
Der philippinische Fischer Juanito Baculao zeigt vor der Insel Bohol, wie man mit einer Spritzflasche voll Meerwasser und Zyanid Fische fangen kann. Nach einer Studie der Universität Aveiro in Portugal sind etwa 15 Prozent der Korallenfische im EU-Tierhandel mit Zyanid belastet. Umweltschützer fordern eine Art europäisches Gütesiegel.
Ebenfalls illegal ist der Fischfang mit Sprengstoff: Der Philippinische Fischer Jocel Cabansay zeigt vor der Insel Bohol das Modell einer Flasche, wie sie Dynamitfischer bei ihrem illegalen Geschäft benutzen. Die Flasche ist nur mit Sand gefüllt.