Gladbach in der Einzelkritik - DER SPIEGEL
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Gladbach in der Einzelkritik Trister Sommer

Was tun, wenn die Bälle nur so an einem vorbeirauschen? Torwart Yann Sommer erlebte gegen Dortmund einen bitteren Abend. Lars Stindl war seltsam unsicher, Josip Drmic könnte vor schweren Wochen stehen. Gladbach in der Einzelkritik.
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Yann Sommer, Tor: Oft können Torhüter sich besonders auszeichnen, wenn die eigene Mannschaft hoffnungslos unterlegen ist, wenn ein Schuss nach dem anderen auf das eigene Tor fliegt. Yann Sommer hatte nicht einmal dieses Vergnügen. Beim 0:1, einem Schuss in die kurze Ecke sah er unglücklich aus, danach rauschten die vielen Schüsse des BVB meist knapp am Tor vorbei. Oder ins Netz. Ein schlimmes Spiel für den Torhüter.

Foto: Maja Hitij/ dpa
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Tony Jantschke, Abwehr: Ließ Marcel Schmelzer bei dessen Flanke vor dem 2:0 viel zu viel Platz, und stand nicht nur in dieser Szene beispielhaft für das seltsam energielose Defensivspiel der Gladbacher. Hätte vielleicht als Innenverteidiger eine bessere Rolle spielen können.

Foto: Bongarts/Getty Images
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Marvin Schulz, Abwehr: Ihm war die Nervosität vor seinem Startelfdebüt in der Bundesliga anzumerken. Gleich in der zweiten Minute spielte der 20-Jährige einen Fehlpass, und auch in der Folge kam der Innenverteidiger nicht zurecht mit dem Tempo der Angriffe, die auf ihn zurollten. Da aber das gesamte Konstrukt nicht funktionierte, ist es schwer, einem solch jungen Spieler Vorwürfe zu machen.

Foto: Bernd Thissen/ dpa
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Andreas Christensen, Abwehr: Es gab für ihn eine Menge zu staunen in seinem ersten Bundesligaspiel. Der Innenverteidiger, den Borussia Mönchengladbach für zwei Jahre vom FC Chelsea ausgeliehen hat, war völlig überfordert mit dem rasend schnellen Pierre-Emerick Aubameyang, ließ dem Stürmer vor dessen 2:0 viel zu viel Raum und verteidigte vor dem 3:0 viel zu riskant.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Oscar Wendt, Abwehr (Archivbild): Vermutlich ist es ein schwacher Trost für Oscar Wendt, aber wenn die ganz schlimmen Fehler passierten, war er nicht beteiligt. War noch einer der besseren Borussen in einem Defensivverbund, der sich zwischenzeitlich am Rande des Totalzuammenbruchs befand.

Foto: Caroline Seidel/ dpa
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Lars Stindl, Mittelfeld: Stand in seinem ersten Bundesligaspiel für die Gladbacher völlig neben sich. Dem Mittelfeldspieler, der als Nachfolger von Christoph Kramer eine zentrale Rolle bei der Borussia einnehmen soll, unterliefen technische Fehler, und er verlor entscheidende Zweikämpfe zum Beispiel vor dem brillanten Konter zum Dortmunder 3:0. Zwischenzeitlich war seine Verunsicherung im ganzen Stadion zu spüren, ein seltsam missratener Auftritt des Mittelfeldspielers.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Granit Xhaka, Mittelfeld (bis 79. Minute): Gewann in der ersten Halbzeit lediglich 16 Prozent seiner Zweikämpfe; ein sehr enttäuschender Wert für einen defensiven Mittelfeldspieler. Außerdem spielte der Schweizer seltsame Fehlpässe und wirkte hilflos angesichts der Dortmunder Wucht. Wurde in der zweiten Halbzeit zwar etwas besser, aber da war nichts mehr zu retten.

Foto: AP/dpa
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Mahmoud Dahoud, Mittelfeld: Kam für Xhaka auf den Platz. Litt die letzten Minuten mit.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Ibrahima Traoré, Mittelfeld (bis 65. Minute): Hatte zu Beginn die Möglichkeit, dieser Partie eine andere Richtung zu geben. In der zehnten Minute geriet er in die wunderbare Situation, Josip Drmic mit einem ganz einfachen Pass eine einhundertprozentige Chance aufzulegen. Doch Traoré spielte den Ball zu ungenau und verteidigte außerdem einige Male zu träge gegen Schmelzer.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Patrick Herrmann, Mittelfeld (ab 65. Minute): Ersetzte in der 65. Minute Ibahima Traoré, und so lange der Nationalspieler auf dem Feld stand, fiel kein Gegentor mehr. Vielleicht ist das ein kleines Argument, wenn es in der kommenden Woche um die Vergabe der Plätze in der Startelf geht.

Foto: Maja Hitij/ dpa
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Fabian Johnson, Mittelfeld: Lief irgendwie mit in einem Spiel, in dem es für die Gladbacher Offensivspieler nicht viele Gelegenheiten gab, sich auszuzeichnen. Immerhin machte er keinen schlimmen Fehler, womit er schon zu den Besseren in seinem Team gehörte.

Foto: AP/dpa
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Raffael, Mittelfeld: Ist bekanntlich ein brillanter Fußballer, der aber dazu neigt, sich mit Leidenschaft dem Unglück des Lebens hinzugeben. Und an diesem schlimmen Fußballabend gab es eine Menge Unglück für den Brasilianer und seine Mannschaft. Ohne Inspiration, ohne Freude, ohne Energie.

Foto: WOLFGANG RATTAY/ REUTERS
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Josip Drmic, Sturm (bis 66. Minute): Durfte in der neunten Minute erleichtert durchatmen, da spielte er einen leichtfertigen Fehlpass, im Gegenzug traf der BVB, aber die Schiedsrichter hatten auf Abseits erkannt. Das war es dann aber auch schon mit dem Glück für Drmic. Der Schweizer wird es schwer haben, den spielerisch brillanten Max Kruse zu ersetzen. Der Typus Strafraumstürmer, der Drmic in Nürnberg und in Leverkusen war, konnte sich noch nie durchsetzen bei Favres Gladbachern.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Thorgan Hazard, Sturm (ab 66. Minute):Kam für Drmic in die Partie. Nach den Eindrücken dieses Abends könnte der Belgier in den kommenden Wochen zum Stürmer Nummer Eins der Borussia avancieren, was aber eher an Drmics Leistung lag als am Auftritt Hazards.

Foto: INA FASSBENDER/ REUTERS
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