Globale Gletscherinventur: Kalbende Eisberge, gebremste Schmelzfluten - DER SPIEGEL
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Globale Gletscherinventur Kalbende Eisberge, gebremste Schmelzfluten

Das Schicksal der Gletscher entscheidet über den Anstieg der Meere und das Trinkwasser von Milliarden. Neue Messungen zeigen, dass die Eiskappen langsamer tauen als bisher vermutet - in Alpen und Himalaja sind sie seit 2003 nicht mehr geschrumpft. Der Meeresspiegel-Anstieg verliert an Fahrt.
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1,4 Milliarden Menschen in Asien hängen am Tropf des Himalaya; sie nutzen das Fluss- und Grundwasser, das aus dem Gebirge strömt.

Foto: Samir Thapa/ AP
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Die Satelliten-Zwillinge Grace: Ihre Messungen lassen auf die Eismassen am Boden schließen...

Foto: GFZ Potsdam
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Schwindende Eismassen verraten sich durch abnehmende Schwerkraft - die Satelliten werden bei ihrem Überflug weniger stark beschleunigt. Die Veränderung einzelner Eiszungen kann mit der Methode nicht erforscht werden, sie bietet aber einen Überblick über gesamte Eismasse einer Region.

Foto: GFZ Potsdam
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Abbrechende Eiskante: Wie Kanonendonner klingt es, wenn hausgroße Eisklötze vom Gletscher ins Meer krachen; sie treten eine gewaltige Brandung los.

Foto: JPL/ Eric Rignot
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Neuen Daten zufolge strömt weniger Schmelzwasser ins Meer.

Foto: POOL/ REUTERS
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Mikrowellenbild eines Satelliten (2010): Auf den Rändern des mächtigen Eispanzers sammelte sich eine Tauwasserlache - die fast ein halbes Jahr bestehen blieb. Bis Mitte September herrschte Tauwetter an den Rändern des Grönlandeises. Manche Stellen des Eispanzers schmolzen der Studie zufolge 50 Tage länger als sonst. Das ist neuer Rekord seit Beginn der Messungen Ende der siebziger Jahre. Grönlands Schmelzwasser hebt den globalen Meeresspiegel um gut einen halben Millimeter im Jahr, sagt eine neue Studie.

Foto: NASA
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Eisberge vor Grönland: Schmelzfluten aus Grönland und der Antarktis zusammen heben den Meeresspiegel derzeit um gute einen Millimeter pro Jahr, berichten Forscher in einer neuen Studie.

Foto: JOHN MCCONNICO/ AP
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Eisberg: Ein Eisgigant mit der zweieinhalbfachen Fläche der Insel Sylt ist unlängst vom Gröndeis abgebrochen.

Foto: dpa
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Kulusuk: Schöne Aussicht von dem grönländischen Städtchen aus - das Land verliert weiterhin Masse, für Nachschub an Eisbergen ist gesorgt.

Foto: BOB STRONG/ REUTERS
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Merkel auf Grönlandtour: 2007 besuchte die Bundeskanlerin Grönland, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen.

Foto: Michael Kappeler/ AP
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Westantarktis: Sie gilt als Achillesverse des Südkontinents - hier taut das Eis, während das Innere der Antarktis stabil ist...

Foto: NASA
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...Der Großteil des Süd-Kontinents ist so kalt, dass der vier Kilometer mächtige Eispanzer auch künftig nicht tauen wird - doch die Westantarktis (rot) macht Sorgen.

Foto: DPA / NASA / E.J. Steig
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Unentdeckte Weiten: In der Antarktis stehen kaum Messgeräte, Forscher sind auf Satellitendaten angewiesen.

Foto: dapd
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Überschwemmung in Bangladesch: Hier ist der Meeresspiegel zwischen 1993 und 2005 im Durchschnitt gestiegen - während er gleich nebenan, an der Küste Burmas, eher gesunken ist. Die Ozeane entwickeln sich unterschiedlich in allen Teilen der Welt; an den meisten Orten steigen sie.

Foto: David Greedy/ Getty Images
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Hamburg: Der Fischmarkt wird regelmäßig überflutet, wenn die Nordsee ihr Wasser in die Elbe drückt.

Foto: DDP
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Steigende Fluten: Küstenbewohner müssen sich mit Deichen und anderen Vorbauten schützen - doch der Anstieg des Meeresspiegels hat sich verlangsamt.

Foto: DDP
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Sturmflut: Wie schnell steigen die Meere? Die Prognosen der Experten reichen von wenigen Zentimetern bis zu zwei Metern bis zum Jahr 2100.

Foto: STR/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?