Martin Kaymer Deutschlands Vorzeigegolfer
Vorfreude auf den 40. Ryder Cup. Deutschlands Golfstar Martin Kaymer (r.) beim Training zusammen mit dem derzeit besten Golfer der Welt, Rory McIlroy. Beide wollen den prestigeträchtigen Titel für Europa verteidigen.
Nachdem er 2005 Profi geworden war, wechselte Kaymer zwei Jahre später in die European Tour. Hier ist er bei einem Turnier auf Madeira im März 2007 zu sehen.
Seinen ersten Sieg auf der Europa-Tour feierte Kaymer am 20. Januar 2008, als er die Abu Dhabi Golf Championship gewann.
Zweieinhalb Jahre später schrieb Kaymer Golf-Geschichte. Im Stechen setzte er sich bei der PGA Championship, einem von vier Major-Turnieren, gegen Bubba Watson (l.) durch.
Damit gelang ihm als zweitem Deutschen nach Bernhard Langer ein Erfolg bei einem der vier bedeutendsten Golf-Turniere der Welt.
Im gleichen Jahr durfte er erstmals für Europa am Ryder Cup teilnehmen. Mit 2,5 von 4 möglichen Punkten zeigte er eine solide Leistung und trug damit zum Sieg seiner Mannschaft bei.
Große Ehre: Für seine Leistungen im Jahr 2010 wurde er von den Kollegen der Europa Tour zu "Europas Golfer des Jahres" gewählt und erhielt eine recht große Trophäe.
Im folgenden Jahr begann Kaymer stark, übernahm sogar kurzzeitig die Führung der Weltrangliste. Bei den großen Turnieren konnte er jedoch nicht so überzeugen wie noch 2010. Sein bestes Major-Resultat war der zwölfte Platz bei den British Open (Bild). Ende des Jahres wurde Kaymer wieder stärker und sicherte sich so den Sieg bei einem Turnier der World Golf Championships.
2012 war hingegen kein gutes Tour-Jahr für Kaymer. Weder auf der europäischen noch auf der US-amerikanischen PGA Tour gelang ihm ein Turniersieg. Allerdings gewann er im Dezember die Nedbank Golf Challenge, eine Veranstaltung mit hohem Preisgeld.
Trotz der schwachen Saison durfte Kaymer wieder beim Ryder Cup spielen. Dort machte er den entscheidenden Putt zum 14,5:13,5-Sieg Europas.
Für Kaymer war es in einem durchwachsenen Jahr der absolute Höhepunkt. "Erst jetzt weiß ich, wie wichtig der Ryder Cup ist, wie viel Herz und Leidenschaft dahintersteckt. Für mich war das eine sensationelle Erfahrung", sagte der damals 27-Jährige nach dem Erfolg.
2013 wechselte Kaymer auf die PGA Tour, verpasste aber erneut einen Turniersieg. Das änderte jedoch nichts an seinem Status als einer der größten Sportstars Deutschlands. Vor der Fußball-WM 2014 lud ihn die deutsche Nationalmannschaft als Motivator ein.
Ihm selbst half der Besuch im Trainingslager womöglich auch. Im Juni gewann Kaymer zum zweiten Mal ein Major-Turnier, diesmal jubelte er über den Triumph bei den U.S. Open in Pinehurst.
Mit dem Erfolg strafte Kaymer all die Kritiker Lügen, die ihn als One-Hit-Wonder bezeichnet hatten. Einen Monat vor dem Major-Triumph hatte er bereits das renommierte Turnier Players Championship gewonnen.
Nun soll im schottischen Gleneagles der dritte Gewinn des Ryder Cup hintereinander folgen.
Auf den Proberunden hatte der Deutsche schon eine Menge Spaß.