Hightech-Träume Die neuen Konzernzentralen der Internetriesen
North Bayshore Campus: Das neue Firmenhauptquartier soll auf dem erweiterten Gelände des derzeitigen Googleplex entstehen. Die Architektenentwürfe versprechen ein paradiesisch anmutendes Arbeitsumfeld.
Da will man doch Urlaub machen: Arbeitende Menschen, Büroräume und ähnliche Profanitäten hat man auf PR-Bildern der Firmengebäude von Google selten gesehen. Eine Tradition, mit der auch die neuen Entwürfe nicht brechen.
Innenansicht: Wer in so einem Gebäude arbeitet, der muss doch gar nicht mehr nach Hause gehen - das sieht nicht aus wie ein Arbeitsort, sondern wie ein Lebensraum.
Apples Pläne: Der riesige Ringbau in Cupertino ist seit Längerem geplant, diese Visualisierung von Foster + Partners datiert auf den Winter 2011. Die neue Firmenzentrale wurde schon 2006 noch von Steve Jobs auf den Weg gebracht und sollte ursprünglich ab 2015 bereitstehen.
Dazu kommt es nicht: Der Baubeginn verzögerte sich um mehr als ein Jahr, jetzt soll der neue "Campus" 2016 eröffnet werden. Er kommt auf den ersten Blick weniger mächtig und pompös daher, als Googles gigantische Glashallen-Pläne.
Aber das täuscht: Das riesige Rund nimmt 710.000 Quadratmeter Fläche ein, auf 260.000 Quadratmeter Bürofläche sollen 12.000 Menschen arbeiten - macht rein rechnerisch unfassbare 21 Quadratmeter pro Mitarbeiter.
Facebook plant grün: Kein Geringerer als der Stararchitekt Frank Gehry plant die Erweiterung des Facebook-Hauptquartiers. Das wird keineswegs ein riesiger Pompbau, sondern eine Art Dorf mit begrünten Dächern.
Es ist "nur" ein Annex zum bisherigen Firmenhauptquartier, in dem weitere 2.800 Mitarbeiter Platz finden sollen. Im Vergleich mit Google und Apple also eine bescheidene Hütten-Ansammlung. Das ist auch Kern des Konzepts: Die Architektur orientiert sich an der Baustruktur des ursprünglichen Palo Alto.
Das kann man von Amazons geplanten "Bio-Dömen" in der Innenstadt von Seattle nicht sagen: Sie wirken wie die Kulisse eines Sci-Fi-Films.
So stellt man sich das Leben vor, wenn draußen der Sauerstoff fehlt: Die geplanten Biosphären sind im gleichen Maße Bürogebäude und Gewächshaus.
Arbeiten wie im Aquarium: Transparenz ist auch hier eines der architektonischen Hauptthemen. Wie bei Google täte es auch Amazon ganz gut, wenn sich das irgendwie mit dem eigenen Image verknüpfen ließe.