Pixel 3a im Test Googles günstige Mittelklasse
Rund ein halbes Jahr nach dem Pixel 3 bringt Google mit dem Pixel 3a eine technisch abgespeckte Version seines Vorzeige-Smartphones heraus. Statt aus Aluminium wird das Gehäuse aus Polycarbonat hergestellt. Optisch macht das keinen Unterschied, preislich schon.
Zum Test stand uns die XL-Variante mit 6-Zoll-Bildschirm zur Verfügung. Das Standardmodell hat ein mit 5,6 Zoll nur ein unwesentlich kleineres Display.
Bei der Kamera stemmt sich Google gegen den Trend, mehrere Objektive einzubauen. Was andere mit Hardware erreichen, will Google per Software erledigen. Die Auflösung beträgt 12,2 Megapixel.
Auch auf der Vorderseite gibt es keine Hightech-Gimmicks zu sehen, nur eine 8-Megapixel-Kamera, die allerdings sehr gute Selfies hinbekommt.
Ein feiner Unterschied zum Pixel 3: Das Pixel 3a hat wieder eine analoge Kopfhörerbuchse. Die preissensitive Kundschaft wolle das, erklären Unternehmenssprecher. Ein passendes Headset wird mitgeliefert.
Ein wesentlicher Unterschied zu aktuellen Highend-Smartphones wie dem Huawei P30 Pro (links) ist, dass der Bildschirm des Pixel 3a von einem vergleichsweise breiten Rahmen eingefasst ist.
Das Display an sich aber bietet keinen Anlass für Kritik. Der auf OLED-Technik basierende Bildschirm liefert im Modus "natürliche Farben" sehr gute Kontraste und eine realistische Farbwiedergabe.
Der Porträtmodus der Kamera funktioniert auch bei anderen Motiven als Gesichtern sehr gut und liefert einen ansprechenden Unschärfeeffekt.
Zum einen reiner Spielkram, zum anderen eine Demonstration der technischen Fähigkeiten des Pixel 3a ist der "Playgrounds"-Modus, in dem man virtuelle Figuren im Kamerabild platzieren kann. Der Nutzwert ist minimal, aber das Ausprobieren macht dennoch Spaß.
Mit dem Pixel 3a führt Google eine Zeitrafferfunktion ein. Je nachdem, was für einen Vorgang man aufzeichnen will, lassen sich damit beispielsweise sechs Bilder pro Sekunde oder vier Bilder pro Minute aufnehmen. Das Ergebnis ist in jedem Fall ein Video mit 30 Bildern pro Sekunde.
Bei Nachtaufnahmen spielt das Pixel 3a mit dem Night Mode einen besonderen Trumpf aus. Dieses Foto wurde mit einem iPhone XS Max gemacht und zeigt ziemlich realistisch, wie dunkel es zum Zeitpunkt der Aufnahme war.
Zum Vergleich: Dieses Bild wurde zur selben Zeit mit einem Pixel 3a XL gemacht. Der Unterschied ist frappierend. Trotzdem sollte man die Funktion mit Bedacht verwenden, da sie eher ein fotografischer Effekt ist, der freilich beeindruckende Ergebnisse liefert.