Graffiti-Entferner "Sprayer sind ein bisschen wie Hunde"
Graffiti-Jäger: Dirk Schilling (M.) ist gelernter Elektriker. Als er arbeitslos wurde, fand er schnell eine Marktlücke: das Entfernen von Graffiti. Die Auftragslage ist gut, Schilling beschäftigt mittlerweile schon neun Mitarbeiter - und auf Provisionsbasis sogenannte Graffiti-Scouts, die für ihn nach den Straßenkunstwerken Ausschau halten.
Weg mit der Liebe: In Hattingen entfernte das Team von Dirk Schilling einen "Ich liebe Dich"-Schriftzug von einem Schornstein der Henrichshütte. "Manchmal sind unsere Aktionen schon ziemlich waghalsig", sagt Schilling.
Schmierfink: EU-Richtlinien schreiben vor, welche Lösungsmittel Schilling verwenden darf. Die neuen, umweltfreundlichen Mittel seien teurer und weniger wirksam als die alten, sagt der Reinigungsfachmann: "Und die Farben werden immer aggressiver."
Hartnäckig: Das Entfernen der Farbe dauere manchmal sehr lang, aber: "Es gelingt uns trotzdem, fast jede Oberfläche zu säubern", sagt Schilling.
Zum Beweis zeigt er dieses Nachher-Bild des Anhängers.
Arbeitsprobe: So fanden Schilling und sein Team die Wand vor. Dann machten sie sich an die Arbeit...
...und das ist das Ergebnis.
Nachtarbeit: Schilling und seine Mitarbeiter arbeiten in einem Zwei-Schicht-System. Züge und Busse reinigen sie immer nachts - so wird der Betrieb nicht beeinträchtigt.
Bis zum Morgen sieht der Bus dann so aus.