Graffiti-Kultur - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Graffiti-Kultur es gibt viele schlechte Arbeiter und ein paar sehr gute Künstler

Sprayen ist aufregend, sexy - und illegal. Davon lassen sich die heimlichen Künstler der Hauswände nicht aufhalten. Oder sind sie gar keine Künstler? Der erste Graffiti-Maler war auf jeden Fall einer - weil er eine goldene Regel aufstellte, die in Sprayerkreisen bis heute gilt.
1 / 30

Graffiti taucht ab: Das Bild auf einer Betonwand am Saarufer in Saarbrücken versank Anfang Januar 2003 im Hochwasser der Saar. Der Sprayer musste geahnt haben, was auf sein Bild zukommt.

Foto: dpa
2 / 30

Barbusig in Paris: Eine offenherzige "Fafinette" ziert eine Mauer, auf der sich bereits zahlreiche Graffiti befinden. Die Pariserin Fafi ist gut bezahlte Designerin und polizeilich verfolgte Graffiti-Aktivistin in einem. Mal entwirft sie ihre eigene Kollektion, an anderen Tagen malt sie hübsche junge Frauen - so genannte Fafinetten - auf Mauern in Paris und dem Rest der Welt.

Foto: dpa
3 / 30

Futuristische Straßenkunst: Graffito in einer Seitenstraße in Melbourne.

Foto: Stephan Orth
4 / 30

Virtuose Graffiti-Kunst: Bei der Stencil-Technik wird das Graffito mit einer vorgefertigten Schablone aufgetragen - die Szene im australischen Melbourne ist weltweit bekannt.

Foto: Stephan Orth
5 / 30

Müll-Kunst: Ein gutes Graffiti fügt sich perfekt in die Umgebung ein - wie hier in Melbourne, Australien.

Foto: Stephan Orth
6 / 30

Zwei Welten treffen aufeinander: Zwei Büßer von der St.-Bernard-Bruderschaft passieren Graffiti-Malereien in Sevilla.

Foto: dpa
7 / 30

Recht und Gesetz: Graffito im mexikanischen Tijuana, das einen Drogensüchtigen, einen Polizeibeamten und einen Autodieb zeigt.

Foto: REUTERS
8 / 30

Riesige Dimensionen: Graffiti-Kunstwerk in Berlin.

Foto: REUTERS
9 / 30

Kurzzeit-Kunst: Die Graffitti-Szene in Melbourne befindet sich in ständigem Wandel - wegen Säuberungsaktionen der Stadt halten sich manche Wandgemälde nur wenige Tage.

Foto: Stephan Orth
10 / 30

Politisches Graffiti: Schwer bewaffnete Soldaten malen das Peace-Zeichen auf eine Hauswand. Die Wandmalerei des britischen Graffiti-Künstlers Banksy wurde als Plakat in einer Ausstellung von Friedensbotschaften gezeigt.

Foto: ? Toby Melville / Reuters/ REUTERS
11 / 30

Banksy-Graffiti: Selbstbildnis des englischen Graffiti-Künstlers Banksy. Seine Kunst wird inzwischen für hohe Pfund-Beträge versteigert. Seine Popularität hat die Einwohner Bristols veranlasst, die meisten seiner Werke zu konservieren und zur Ankurbelung des Tourismus zu nutzen.

Foto: Getty Images
12 / 30

Graffitimauer: Wandkollage in Berlin.

Foto: REUTERS
13 / 30

Nasenmann in Frankfurt: S-Bahn-Waggons gehören zu den favorisierten Projektionsflächen für Sprayer.

Foto: Michael Hanschke/ dpa
14 / 30

Schrillfarbiger Alptraum oder große Kunst?: Ein Paar schaut sich unter einer Autobrücke in München ein Spraygemälde an. Unbekannte Graffitikünstler haben hier ein Feuerwerk aus Farben auf den Beton gesetzt.

Foto: dpa
15 / 30

Kunst am Bau: Ein Sprayer aus Freiburg arbeitet in Berlin-Mitte an seinem Werk an einer Hauswand des "Kunstraums Oranienburger" zwischen Friedrichstraße und Oranienburger Straße. Das Gelände an einer der bekanntesten touristischen Flaniermeilen Berlins bietet einen Ort für zeitgenössische Kunst. Graffiti-Künstler nutzen diesen Ort für legales Sprayen. Probleme hat die Hauptstadt allerdings mit den illegalen Sprayern, die nach Schätzungen des Vereins Nofitti jährlich einen Schaden von 50 Millionen Euro anrichten.

Foto: dpa
16 / 30

Mega-Graffiti: Das größte zusammenhängende Graffiti der Rhein-Neckar-Region wurde im Jahr 2002 von Künstler und über 50 Jugendlichen aus Heidelberg geschaffen.

Foto: dpa
17 / 30

Banksy-Graffiti: Den am Fenstersims hängenden, flüchtenden Liebhaber sprayte Banksy im Jahr 2006. Die britischen Behörden verhandelten mit den Anwohner darüber, ob es sich dabei um öffentliche Kunst handele (dann bliebe das Gemälde erhalten) oder um Graffiti (dann müsste es entfernt werden). Die Anwohner entschieden sich für die Kunst.

Foto: AP
18 / 30

Jean-Michel Basquiat: Der New Yorker Graffitikünstler, hier im Jahr 1985, war schon als Twen international bekannt. Seine Karriere endet im Alter von 27 Jahren durch eine Überdosis Heroin.

Foto: AP
19 / 30

Whow, Pow, ZzzzSch!: Comic-Graffiti in einer Bahnunterführung in Mainz-Kastell. Die Bahn hat die Wanddflächen für junge Spray-Künstler bereitgestellt und hofft so, das "wilde Sprayen" einzudämmen.

Foto: Werner_Baum/ dpa
20 / 30

Churchill als Punk: Ausstellung von Wandbildern des lange anonym operierenden Graffitikünstlers Bansky in einer Werkschau mit Andy Warhol. Das Bild zeigt einen durch grüne Haare verfremdeten Winston Churchill.

Foto: AFP
21 / 30

Gegen Graffiti hilft nur Graffiti: Einer der rund 200 Sprayer der Leipziger Graffiti-Szene.

Foto: ddp
22 / 30

Keith Haring: Der US-Künstler bemalte die Mauer in Berlin mit einem krabbelnden Baby.

Foto: AP
23 / 30

Kryptische Zeilen und Bruce Lee im Dreierpack: Stencil Graffiti in Melbourne/Australien.

Foto: Stephan Orth
24 / 30

Gegen-Graffiti in Leipzig: Ziel dieses Projektes war, die finanziellen Schäden durch Graffiti und Vandalismus an Straßenbahnen oder Wartehallen einzudämmen. Darum sollten Straftäter den Schaden wieder gut machen und die Bahn putzen.

Foto: dpa
25 / 30

Damals Wunsch heute Wirklichkeit: Die Westseite der Berliner Mauer war immer eine beliebte Fläche für Graffiti - auch wenn sie nicht allzuschwer zu besprühen war. Die Ostseite wäre da ob des "Todesstreifens" wohl ein schwierigeres Objekt gewesen.

Foto: ANDREAS SCHOELZEL/ AP
26 / 30

"Where do you go when the record is over ...": Immer beliebt bei Sprayern - die U-Bahn. Hier ein Waggon der New Yorker Subway in dem Film "Saturday Night Fever" mit John Travolta als Tony Manero.

Foto: Paramount Pictures / Getty Images
27 / 30

Tschernobyl-Graffiti: Graffiti waren gerade in den Achtizigern häufig politische Botschaften. Dieses hier hat ein Sprayer im Mai 1986 an die Wand dieses Hauses im hessischen Eppertshausen geschrieben. Kurz zuvor hatte es in Tschernobyl den atomaren GAU gegeben, mit dem Wind zog die radioaktive Strahlung über große Teile Mittel- und Osteuropas in Richtung Skandinavien. Die Angst hatte um sich gegriffen - auch vor Regen.

Foto: AP
28 / 30

Graffito in Wien 2007: Nicht alle Graffito haben eine tiefere Bedeutung, hier ein ziemlich frischer Abdruck auf einem Poller an einer einigermaßen trostlosen Strasse in der Nähe des Pratersterns in Wien.

Foto: Heiner Ulrich
29 / 30

Graffito in Hamburg 1987: Ein Katzen-Graffito in Hamburg 1987.

Foto: Heiner Ulrich
30 / 30

Interzone: Mit Graffiti gestaltete Goldsäule von Jonas Tresckow. Die Kunst aus der Dose verändert seine Form. Weg von comicartigen Bubbles, hin zu ernster und ironischer Kunst. Plakatieren, Stencil, bis hin zu Skulpturen und Installationen, dennoch Graffiti.

Foto: Claudia Brauns
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?