Grand Prix von Belgien Aufholjagd des Weltmeisters
Das 13. Saisonrennen fand in Belgien statt. Dabei kehrte ein hoffnungsvolles Talent in sein Geburtsland zurück.
Max Verstappen, Niederländer, wurde 1997 in Belgien geboren und startete von Platz zwei. Gute Aussichten für den jüngsten Formel-1-Sieger der Geschichte.
Der Start verlief chaotisch. Kimi Räikkönen kollidierte mit Sebastian Vettel und Max Verstappen. Der Finne fiel schon früh weit zurück.
Vettel drehte sich durch den Unfall in der ersten Kurve. Sein Auto nahm Schaden, weshalb der vierfache Weltmeister schnell in die Box musste. Wen genau die Schuld traf, war nicht zweifelsfrei zu klären.
Lewis Hamilton war vor dem Rennen strafversetzt worden, weil er für den Großen Preis von Belgien bei verschiedenen Elementen an seinem Auto das Limit für die Saison überschritten hatte. Nach den vielen Unfällen zu Beginn rückte der Weltmeister jedoch schnell in die Top Ten vor.
In der sechsten Runde raste Kevin Magnussen mit voller Geschwindigkeit in den Reifenstapel der "Eau Rouge"-Kurve. Der Däne konnte aussteigen, musste aber wegen einer Sprunggelenksverletzung im Krankenhaus behandelt werden.
Daraufhin wurde das Rennen am Ende der zehnten Runde unterbrochen. Zu diesem Zeitpunkt stand Hamilton schon auf Rang fünf.
Max Verstappen fiel ebenfalls schnell zurück und lieferte sich einen spannenden Kampf um die hinteren Plätze mit Kimi Räikkönen. Zum Teil blockierte er die Überholversuche des Finnen mit unlauteren Mitteln. Auf eine Strafe verzichteten die Renn-Stewards allerdings.
Daniel Ricciardo ging von Platz fünf ins Rennen und profitierte schnell von einigen Fehlern der Fahrer vor ihm. Der Australier sicherte sich den zweiten Rang. Lange musste er sich dabei gegen Angriffe von Lewis Hamilton wehren.
Aber auch Fernando Alonso machte ein unglaubliches Rennen. Der Weltmeister von 2005 und 2006 wurde ebenfalls strafversetzt und ging vom letzten Platz aus ins Rennen. Erst in der 35. Runde wurde der Spanier von Sebastian Vettel überholt und musste seinen sechsten Platz hergeben. Dennoch reichte es für Rang sieben.
Lediglich Nico Rosberg durchlebte einen relativ entspannten Nachmittag. Der 31-Jährige fuhr seinem sechsten Saisonsieg mit reichlich Vorsprung auf die Konkurrenz entgegen. Hamilton wurde Dritter, damit beträgt der Vorsprung des Briten im Gesamtklassement nur noch neun Punkte.
Sebastian Vettel fuhr nach einem chaotischen Rennverlauf noch auf Rang sechs. Trotz der Aufholjagd kann Ferrari nicht zufrieden sein. Teamkollege Räikkönen wurde nur Neunter.