Fotograf Gregory Crewdson Verliebt in die Kamera
Für seine Fotos muss auch schon mal ein Schulbus auf die Seite gelegt werden: US-Fotograf Gregory Crewdon hat sehr genaue Vorstellungen von seinen Aufnahmen. Seine Fotoarbeiten verschlingen zum Teil so viel Geld wie ein paar Drehtage in Hollywood.
Passiert hier gleich was? Und wenn ja: Was? Crewdsons Bilder sind oft assoziative Erkundungen und Spiegelungen popkultureller Bilderwelten.
Wie ein David-Lynch-Film: Oft haben Crewdons Bilder eine unwirkliche bis unheimliche Atmosphäre.
Kleinstadt-Supermarkt: Der Alltag des "normalen" Amerika interessiert Crewdson.
Vater im Fernsehsessel: Auch das Familienleben in den Häusern stellt Crewdson immer wieder auf bedrückende Art dar.
Wohnzimmer unter Wasser - und eine Leiche obenauf?
Erleuchteter Junge: "Meine Bilder zeigen intime Momente, aber aus der Entfernung", so Crewdson.
Ein Traum von Außerirdischen - die Referenz zu "E.T." und anderen modernen Ufo-Imaginationen ist eindeutig ("Beer Dream").
Aus der Zeit und aus der Welt gefallen: Bild einer der ersten größeren Arbeiten aus der Reihe "Hover".
"Hover #7": "Ich habe mich immer für Schönheit und Geheimnisse im Alltäglichen interessiert, für die psychologische Natur eines Bildes, dafür, wie meine Ängste und mein Begehren in meinen Fotografien aufscheinen", so Crewdson.
"Hover #8": "Bilder sind mein Mittel, um Sinn in der Welt zu suchen", sagt der Fotograf im Interview.
Toter Vogel im Tulpenbeet: "Was ich von meinem Vater übernommen habe, war diese Kombination aus Distanz und Intimität." Crewdsons Vater ist Psychoanalytiker. Man ahnt's irgendwie.
Leben. Und Tod. Hier ist ein verrottender Kürbis zu sehen.
Verstörende Naturszenen: "Robin with Ring of Eggs". Die menschliche Psyche im Allgemeinen und seine eigene im Speziellen versucht Crewdson durch seine Arbeit besser zu verstehen.
Es geht aber auch mal einfacher: Hier nahm Crewdson Glühwürmchen auf.
Leuchtbahn: Glühwürmchen unterm Moskitonetz.