Griechenland: Friedhof der Schiffe - DER SPIEGEL
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Griechenland Friedhof der Schiffe

Dutzende verlassene Schiffe, halb und ganz versunken, liegen in der Nähe von Athen im Meer. Nun haben die Behörden begonnen sie zu beseitigen. Das ist schwieriger als gedacht.
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Ein verrostetes Schiff liegt im Golf von Elefsina. Es ist nur eines von Dutzenden verlassenen Schiffen, die sich hier, unweit des Hafens von Piräus, im und auf dem Wasser finden.

Foto: Thanassis Stavrakis/ AP
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Viele der Fracht- und Passagierschiffe sind in und um den Golf von Elefsina, ein industriell geprägtes Gebiet mit Werften und Fabriken, halb oder ganz versunken.

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Der Schiffsfriedhof erstreckt sich bis zu der vorgelagerten Insel Salamina. Auf dem Bild ist ein kleines, halb versunkenes Schiff vor einer Werft zu sehen.

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Nachdem die Wracks teils jahrzehntelang im Wasser vor sich hinrotteten, haben die Behörden nun damit begonnen, sie beseitigen zu lassen. Hier zerteilen Arbeiter in einer Werft in Perama die Überreste einer Fähre.

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Die Schiffe seien eine Bedrohung für die Umwelt und eine Gefahr für die moderne Schifffahrt, so die Begründung.

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"Man muss kein Wissenschaftler sein, um zu verstehen, dass die Schiffswracks eine Umweltbombe sind, die die Umwelt der nahegelegenen Gemeinden beeinträchtigt", sagte Dimosthenis Bakopoulos, der Leiter der griechischen Hafenbehörde.

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Von manchen der verfallenen Schiffe gelangt noch immer Öl ins Wasser - das soll nun beendet werden, indem man die Wracks aus dem Wasser holt.

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Manche Schiffe gehören Einzelpersonen, andere Unternehmen, die in Ländern von Griechenland bis Honduras registriert sind. Einige der Firmen sind inzwischen insolvent, andere nicht mehr auffindbar, heißt es von den Behörden.

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Deshalb haben die Behörden einen Prozess in Gang gesetzt, um verlassene Schiffe verstaatlichen zu können.

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Mit Schiffsbergungsunternehmen haben die Behörden eine Absprache: Die Firmen wracken die Schiffe ab und beseitigen sie - kostenlos. Im Gegenzug dürfen die Firmen das Altmetall verkaufen.

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Doch trotzdem gibt es weitere Probleme für die Behörden - es fehlt an lizensierten Abwrackwerften in der Region.

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Außerdem gibt es Widerstand von einigen Anwohnern. Sie befürchten, dass es gerade bei der Zerstörung der Schiffe zu negativen Auswirkungen auf die Umwelt kommen könne.

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Schiffswracks in Elfsina: Es seien die "Sünden vieler Jahre", die man nun bereinigen müsse, sagt Hafenverwaltungsgeschäftsführer Gargaretas. "Wir versuchen in sehr kurzer Zeit all diese Schiffe aus dem Gebiet zu entfernen und müssen dabei große bürokratische und rechtliche Hürden überwinden."

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Kunst oder Schmiererei? Auf einem halb versunkenen Kreuzfahrtschiff prangt der Schriftzug "1UP" der gleichnamigen Berliner Sprayergruppe. Sie verewigte sich im vergangenen Jahr an zahlreichen Orten in Athen, wie etwa die "Berliner Zeitung" berichtet.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?