Proteste in Athen Die Wut der Straße
Rund um den Syntagma-Platz in Athen kamen am Sonntag Hunderttausende Griechen zusammen, um gegen einen Kompromiss im Namensstreit mit Mazedonien zu demonstrieren.
Die Menschen wurden mit Bussen aus allen Teilen des Landes nach Athen gebracht. Für viele geht es um eine Frage des Nationalstolzes.
Die Veranstalter sprachen von 1,5 Millionen Teilnehmern, die Polizei von 140.000. Die Wahrheit dürfte irgendwo in der Mitte liegen.
"Finger weg! Mazedonien ist griechisch", riefen die Demonstranten.
Der Protest wird von rechten Nationalisten getragen, aber auch viele andere Bevölkerungsgruppen sind gegen einen Kompromiss. So nahmen auch orthodoxe Priester an der Kundgebung teil.
Hauptredner der Veranstaltung war der 92-jährige Mikis Theodorakis, berühmtester Komponist des Landes ("Alexis Sorbas") und Ikone der Linken. "Die herrschenden Minderheiten zerstören unser Land", rief Theodorakis der aufgebrachten Menge zu.