Grippe-Katastrophe von 1918/19 "Nehmen Sie alle Tischler und lassen Sie Särge herstellen"
Polizisten mit Mundschutz: Eine weltweite Influenza-Epidemie forderte 1918/19 bis zu 50 Millionen Menschenleben, bis sie endlich eingedämmt werden konnte. Ein Mundschutz war damals die einzige Abwehr gegen den tödlichen Erreger.
Gut geschützt: Zwei Engländerinnen schützen sich 1929 mit Masken vor Grippe-Erregern - die furchtbare Influenza-Epidemie mit Millionen Toten zehn Jahre zuvor blieb lange präsent.
Krankenlager: Um den Ansturm der Opfer der Spanischen Grippe 1918 bewältigen zu können, wurden in Turn- und Gemeindehallen Notkrankenhäuser eingerichtet. Das Bild entstand in Fort Riley in Kansas, einem der Ausbildungslager der US-Army, in denen die Seuche zuerst auftrat. Mit der Verlegung der US-Truppen nach Frankreich erreichte sie Europa. Der erste Fall von Spanischer Grippe in der Alten Welt wurde kurz darauf aus der bretonischen Hafenstadt Brest gemeldet.
Grippeabwehr: Angestellte des US-Verteidigungsministeriums schnappen 1918 bei einem obligatorischen, 15-minütigen Spaziergang Frischluft - die galt als beste Vorbeugung gegen die Influenza.
Freiluft-Krankenhaus: Als auch die Notunterkünfte in Turnhallen mit Opfern der Spanischen Grippe überfüllt waren, mussten Infizierte, wie in diesem US-Lager, schließlich in Zelten untergebracht werden. Zum Selbstschutz trugen die Ärzte und Schwestern lediglich Masken.
Glaube gegen Viren: Angesichts der umsich greifenden Influenza-Epidemie und kaum vorhandener Gegenmittel, war der Zulauf bei Gottesdiensten bald enorm. Im Bild die überfüllte Holy Cross Church in Fresno, Kalifornien, vor der die Betenden auf der Treppe knien, um für Schutz vor der Seuche zu beten.
Freiluft-Verhandlung: Aus Furcht vor der Spanischen Grippe fand diese Gerichtsverhandlung 1918 in einem öffentlichen Park von San Francisco statt.
Desinfiziert: Um Fahrgäste und Schaffner vor Ansteckung zu schützen, sprüht dieser Mann im März 1920 einen Bus in Großbritannien mit einem Anti-Grippe-Spray ein.