Grönland: Der Eisschild verschwindet - DER SPIEGEL
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Grönland Der Eisschild verschwindet

Ein kalter Riese schrumpft. Neue Berechnungen legen nahe, dass Grönlands Eisschild immer schneller verschwindet. Das haben Forscher gleich mit zweierlei Methoden herausgefunden. In beiden Fällen ist das Ergebnis: Der Meeresspiegelanstieg durch die Schmelze in hohen Norden nimmt Fahrt auf.
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Hubschrauber vor dem Helheim-Gletscher: Die Dimensionen des frostigen Riesen entziehen sich dem menschlichen Verstand. Rund 1,7 Millionen Quadratkilometer bedecken Grönlands Eispanzer insgesamt. Neue Forschungen belegen, dass er immer schneller schmilzt.

Foto: Steve Morgan
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Eisberge vor der Küste Grönlands: Insgesamt würden die Pegel etwa sieben Meter höher liegen als heute, wenn die riesige Insel eisfrei wäre.

Foto: Jonathan Bamber
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Am Rand des Inlandeises: Zwei parallel ablaufende Vorgänge machen dem weißen Schild zu schaffen. Zum einen schmilzt Eis durch die steigenden Temperaturen verstärkt ab, zum anderen nagen warme Meeresströmungen an Gletscherzungen, die in den Ozean hineinragen.

Foto: IMAU/ Utrecht University
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Eisberge vor der Küste Grönlands: In den Jahren von 2000 bis 2008 hat Grönland den Erkenntnissen der Wissenschaftler zufolge 1500 Gigatonnen Eis verloren.

Foto: Jonathan Bamber
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Automatische Wetterstation auf dem Inlandeis: Im Zeitraum von 2000 bis 2008 haben die verschwindenden Gletscher nach neuen Forschungsergebnissen für ein durchschnittliches Plus beim Meeresspiegel von knapp einem halben Millimeter pro Jahr gesorgt.

Foto: IMAU/ Utrecht University
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Am Rand des Inlandeises: "Alle Zeichen deuten auf einen anhaltenden Eisverlust hin, bei Geschwindigkeiten, die uns noch vor zehn Jahren unmöglich erschienen. Ich würde sagen, dass ist auf jeden Fall etwas, womit sich die Politiker auseinandersetzen müssen", mahnt Forscher van den Broeke vor dem Klimagipfel in Kopenhagen.

Foto: IMAU/ Utrecht University
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Wetterstation auf dem Inlandeis: Die Debatte um das Schicksal des Eises auf Grönland ist keine rein akademische Diskussion, immerhin lässt das Verschwinden des Inlandeises weltweit den Meeresspiegel steigen - mit potentiell dramatischen Folgen für Millionen von Menschen.

Foto: IMAU/ Utrecht University
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Eisberge vor der Küste Grönlands: "Wir werden unser Modell benutzen, um die Zukunft des grönländischen Masseverlustes zu berechnen. Aber Sie müssen uns ein bisschen Zeit geben, diese Ergebnisse fertigzustellen", sagt der Forscher van den Broeke. Die Europäische Union hat dazu im vergangenen Jahr das großangelegte Forschungsprojekt "Ice2Sea" gestartet.

Foto: Jonathan Bamber
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Inlandeis im Westen Grönlands: "Die wissenschaftliche Gemeinschaft nähert sich einem Konsens darüber, wie groß der Masseverlust des grönländischen Eisschildes tatsächlich ist", sagt Dänemarks Chefglaziologe Andreas Peter Ahlstrøm. Davon dürfte auch die Arbeit des Uno-Weltklimarates profitieren.

Foto: IMAU/ Utrecht University
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