Grönland: Eigenständigkeit auf Raten - DER SPIEGEL
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Grönland Eigenständigkeit auf Raten

Die größte Insel der Welt ist einen Schritt näher an der Eigenständigkeit. Durch einen neuen Vertrag nabelt sich Grönland weitgehend von Dänemark ab. Die Bewohner hoffen auf Unabhängigkeit durch Rohstoffeinnahmen - und müssen erst einmal einen Staatsbankrott abwenden.
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Historischer Schritt: Dänemarks Königin Margrethe übergibt eine Kopie des Selbständigkeits-Gesetzes an den grönländischen Politiker Josef Motzfeldt.

Foto: AP
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Grönländischer Ort Ilulissat (im August 2007): Das dünnbesiedelte Eiland wird in Zukunft immerhin weitgehend auf eigenen Beinen stehen, nur Außen- und Verteidigungspolitik werden noch in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen geregelt.

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Neuer Ministerpräsident Kuupik Kleist: Er gehört zur linksorientierten Partei Inuit Ataqatigiit (IA) und hatte Anfang Juni einen erdrutschartigen Sieg eingefahren. Seine Partei will den Unabhängigkeitsprozess besonders schnell vorantreiben.

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Bisheriger Premierminister Hans Enoksen (bei einem Fackelumzug in Nuuk im November 2008): Seine Sozialdemokraten (Siumut) hatten seit rund 30 Jahren regiert.

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Inselhauptstadt Nuuk: Ab sofort werden so gut wie alle grönländischen Angelegenheiten, abgesehen von der Außen- und der Verteidigungspolitik, nur noch hier entschieden.

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Unabhängigkeitsbefürworterin (im November 2008): Die leeren grönländischen Staatskassen dürften die Unabhängigkeit schwer machen.

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Inselhauptstadt Nuuk (im November 2008): Der Vertrag mit Dänemark hatte durch ein Referendum bestätigt werden müssen. Gekleidet in dicke rote Jacken hatten Befürworter davor für Zustimmung geworben - mit großem Erfolg.

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Mann in Bushaltestelle: Ein Riss geht durch die grönländische Gesellschaft: Vor allem die ältere Inselbevölkerung befürwortet ein hohes Maß an Eigenständigkeit. Bei den Jüngeren liegt die Zustimmung zur Selbstverwaltung signifikant niedriger.

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Fischer in Ilulissat (im Mai 2007): Das Leben in Grönland ist voller Probleme: Die Regierung muss sich um grassierende Armut, hohe Selbstmordraten und schlechte Schulbildung kümmern.

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Minister der fünf Polarstaaten (beim Arktisgipfel in Grönland im Mai 2008): Die Anrainerstaaten wollen möglichst viel des noch nicht aufgeteilten Arktisgebietes unter ihre Kontrolle bringen. Grönland hofft auf Reichtümer aus dem Ölgeschäft.

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Bei Ilulissat in Grönland: Der Gletscher Sermeq Kujalleq gibt hier ständig große Mengen Eisberge ins Meer ab - und schrumpft beständig: In der Zeit von 2001 bis 2007 hat sich der Gletscher um zehn Kilometer zurückgezogen.

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Eisberge vor Grönland: Die weiße Pracht taut immer stärker.

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Zackenberg in Nordostgrönland: Bisher sind rund 20 Prozent der Insel eisfrei.

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Luftbild des Inlandeises auf Grönland(2005): Hellblaue Schmelzwasserflüsse winden sich durch das Eis.

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Sommer in Grönland: Die Vegetation kann sich immer stärker ausbreiten.

Foto: Toke T. Høye
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?