Großbrand Der "Schwarze Montag" von Eschweiler
Eine fast unmögliche Aufgabe: Hunderte von Feuerwehrleuten und Hilfskräften sind am 11. März 1985 stundenlang im Einsatz. Sie versuchen, den Brand in einem Eschweiler Mineralöllager zu löschen.
Großbrand: In Eschweiler steht am 11. März 1985 ein Tanklager in Flammen. Kilometerweit waren die gewaltige Rauchwolke und die Stichflamme zu sehen.
Auf der Flucht vor den Flammen: Mit Koffern und Taschen verlassen Bürger von Eschweiler am 11. März 1985 ihre Häuser, die in der Gefahrenzone liegen. Der Brand eines Mineralöllagers breitet sich immer weiter aus. Die Flüchtenden laufen stadteinwärts.
Standort Wenzel & Weidmann: Der grüne Pfeil deutet auf den Standort des Lagers der Firma Wenzel & Weidmann in Eschweiler, wo am 11. März 1985 ein schreckliche Brand ausbrach. Die beiden Firmen W & W und Merckens lagen fast nebeneinander. Nur eine Straße trennte die gefährlichen Lager. Beide Firmen gibt es heute nicht mehr.
Verwaltungsgebäude, früher von Wenzel & Weidmann: In dieser Villa war bis zu dem Brand im Jahre 1985 die Verwaltung von Wenzel & Weidmann untergebracht.
Großbrand in Eschweiler: Das Öllager von Wenzel und Weidmann brennt. Dunkle Wolken schockieren die Bürger von Eschweiler. Im Lager dieser Firma ist ein katastrophaler Brand ausgebrochen. Menschen, Gebäude und Umwelt sind sehr gefährdet. Auch der benachbarte Friedhof ist stark betroffen. Nun heißt es erst mal löschen, dann wird man weiter sehen müssen.
Es sieht aus wie im Krieg bei dem Brand im Lager von Wenzel & Weidmann: Rund 400 Männer von Feuerwehren aus Stadt und Kreis Aachen, aus Düren und Bergheim, Einsatzkräfte von Polizei, Bundesgrenzschutz, Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz und Katastrophenschutz bemühen sich bis zum Abend, den größten Brand in der Eschweiler Nachkriegsgeschichte und seine Folgen unter Kontrolle zu bringen.
Öl auf der Straße Richtung der Eschweiler Innenstadt: Große Teile der Eschweiler Innenstadt verwandelten sich im Verlaufe des Nachmittages in eine einzige Schlammfläche. Mehrere Zentimeter hoch stand stellenweise das ausgetretene Öl in den Straßen. Wie hier in der Kochsgasse, sah es an vielen Orten aus.
Am Inde-Ufer auf dem Gehweg drängen sich die Schaulustigen: Binnen kürzester Zeit hatte eine schwarze, ölige Rauchwolke weite Teile der Innenstadt verdunkelt. Die Hauptdurchgangsstraße entlang der Inde ist von Rettungsfahrzeugen blockiert. Der Qualm war nach Auskunft des chemischen Untersuchungsamtes und der Gesundheitsbehörde glücklicherweise keine Gefahr für die Bevölkerung. Es kam zu keiner Evakuierung.
Die sonst so schönen Gartenstraße: Während Gaffer so tun, als ob nichts passiere, läuft ein junger Mann in Richtung Brandherd. Autofahrer versuchen so nah wie möglich an die Katastrophe zu gelangen, müssen wenden und verstopfen die Rettungswege.
Der Qualm der Feuersbrunst verdunkelt die Sonne: Diese Katastrophe wird die Industrie Landschaft an der Jülicher Straße in Eschweiler verändern. Sicher sind auch vorher schon Bedenken laut geworden, aber die Zeiten waren anders, die Auflagen nicht so hoch wie heute. Aber hier mag der Autor sich nicht festlegen, eine subektive Beurteilung also.
Nachtschwarz ist der Himmel über der Preyer Straße und Dreyers Garten: Qualm über einer schönen Wohngegend, der Preyer Straße. Angst um Leib und Leben geht um. Zudem legt sich ein schwarzer Schmierfilm legt sich über alles, was irgendwie erreichbar ist. Auch in diesen Häusern wird nach dem Brand nicht wieder sofort alles so sein wie vorher.
Dreiers Garten in Eschweiler: Wenn man bedenkt, wie viel Treibstoff und Lösemittel in diesem kleinen Industriegebiet gelagert waren, grenzt es fast an ein Wunder, dass Eschweiler so glimpflich davongekommen ist. Von der gesamten Industrie ist an diesem Standort nichts mehr geblieben. Sowohl Wenzel & Weidmann als auch Merckens existieren nicht mehr. Hier herrscht aber zurzeit blankes Entsetzen.
Die Reste vom ehemaligen Öllager der Firma Wenzel und Weidmann: Ob hier mal wieder gelagert und produziert wird, ist sehr fraglich. Nachtrag 2008: Es wurde nicht mehr...
Verbrannte Erde, zerstörte Gärten, verseuchter Acker: Da muss ja jeder Gärtner verzweifeln bei diesem Anblick. Die Arbeit und das Herzblut vieler Jahre ist dahin, viele werden aufgeben, andere Gärtner nehmen die Herausforderung an und beginnen von vorne.
Selbst die Totenruhe wird von den Flammen gestört: Der nahegelegene evangelische Friedhof wurde zu weiten Teilen verwüstet. Inwieweit die angrenzenden Wohnhäuser durch Feuer oder Rauch beschädigt wurden, konnte erst später in Erfahrung gebracht werden. Das Ehepaar Hans und Hanne Imping wohnten zu dieser Zeit auf der Jülicher Straße. Die Beiden standen am Nachmittag in ihrer Haustüre und beobachteten den Brand. Bedrohlich nahe lief das brennende Öl am ihrem Haus vorbei. Gott sei Dank war der Bordstein hoch genug, um eine Katastrophe abzuwenden. Ihr Haus blieb unversehrt.
Einst ein schönes Verwaltungdgebäude der Firma Lackchemie Merckens: Die Flammen vernichteten auch große Teile der Lackchemie Merckens. Insgesamt belief sich der durch das Großfeuer verursachte Schaden auf mehrere Millionen Euro. Kurz vor dem Brand war der Autor Ferdi Keuter unterwegs eben zu diesem Gebäude um seine Tapeten Kollektionen vorzustellen. Das hat sich nun erstmal erübrigt.
Brennendes Öl läuft in Richtung Gartenstraße: Unter großen Schwierigkeiten versuchten Hilfsmannschaften, das Absickern des Öls zu verhindern und die betroffenen Kanalschächte mit Sandsäcken zu schützen. Die gesamte Innenstadt wurde für den Durchgangsverkehr gesperrt. Als Folge der aalglatten Fahrbahnen kam es zu mehreren kleinen Verkehrsunfällen. Kurz nach 18 Uhr war das Feuer endlich unter Kontrolle.