Große Depression Das Fanal von 1929
Der Crash: Am 25. Oktober 1929 brach die New Yorker Börse zusammen. Der Schwarze Freitag war der Beginn einer weltweiten Wirtschaftskrise. Es sollte danach 22 Jahre dauern, bis die Börsen wieder das Niveau aus der Zeit vor dem Crash erreicht hatten.
Seite eins: Die Titelseite der "New York Times" vom 30. Oktober 1929 - noch war man sich nicht des tatsächlichen Ausmaßes der Katastrophe bewusst.
John D. Rockefeller: Der Ölmagnat war in den zwanziger Jahren einer der reichsten Männer der Welt, sein Riecher für Geschäfte legendär. Doch auch er konnte sich täuschen. Wenige Tage nach dem New Yorker Börsencrash stieg er wieder in den Markt ein - doch die Aktienmärkte erreichten ihren Tiefpunkt erst drei Jahre später.
Aufregung vor der Börse: Mit Begeisterung hatten auch viele US-Bürger vor dem großen Börsencrash von 1929 selbst Aktien gekauft - jeder wollte ein Stück vom Wohlstand abbekommen. Nicht wenige spekulierten mit geliehenem Geld, da sie glaubten, die Schulden mit den Gewinnen leicht wieder ausgleichen zu können.
Am Fließband: In den zwanziger Jahren hatte der Wohlstand in den Industrienationen stark zugenommen. Die breite Masse war nicht nur fasziniert vom technischen Fortschritt - sie konnte auch daran teilhaben. Zwei durchschnittliche Monatslöhne eines amerikanischen Arbeiters reichten aus, um sich einen Ford Model T, die "Tin Lizzy", leisten zu können.
Der große Zusammenbruch: Nach der Meldung vom Zusammenbruch des Aktienmarktes strömen die Massen in die New Yorker Wall Street.
Arbeitssuchend: Auf den Börsencrash folgte eine weltweite Wirtschaftskrise, die nicht nur in den USA dazu führte, dass immer mehr Menschen ihre Arbeit verloren.
Essensausgabe: Die zunehmende Arbeitslosigkeit führte zur Verarmung eines Großteils der Bevölkerung der USA. Viele Menschen waren plötzlich von der Fürsorge öffentlicher Stellen abhängig. Der Gang zur Lebensmittelverteilung, wie hier beim Roten Kreuz 1931 in Arkansas, gehörte bald zum Alltag.
Der amerikanische Albtraum: In den zwanziger Jahren hatten sich viele Amerikaner - noch im Vertrauen darauf, dass die Immobilienpreise steigen würden - Häuser gekauft, häufig ohne Eigenkapital. Nach dem großen Börsencrash wurde über eine Million von ihnen obdachlos und musste in selbstgezimmerten Hütten leben.
Schlangestehen für Kohle: Besonders die Winter während der Jahre der Großen Depression machten den Menschen zu schaffen. Verarmte New Yorker stehen 1931 Schlange, um an kostenlose Kohle zu kommen.
Auf dem Weg zur Besserung: Herbert Hoover (links) und Franklin D. Roosevelt fahren am 4. März 1933 gemeinsam zu Roosevelts Inaugurationsfeier. "In Amerika sind wir heute dem Triumph über die Armut näher als jemals zuvor in der Geschichte irgendeines Landes", hatte Hoover noch im Wahlkampf 1928 gejubelt. Eine Aussage, die sich nur ein Jahr später als Irrtum herausstellen sollte. Erst Roosevelts neue Wirtschaftspolitik, der "New Deal", holte die Amerikaner wieder aus der Krise heraus.
Heinrich Brüning: Der neue Reichskanzler, der 1930 ins Amt kam, verschlimmerte die Lage in Deutschland noch. Seine restriktive Geldpolitik und sein scharfer Sparkurs erstickten alle Chancen, die Konjunktur wiederzubeleben. Brüning glaubte, die Krise durch eisernes Sparen zu überstehen und die Volkswirtschaft gleichsam gesundzuschrumpfen. Er forderte die Bevölkerung auf, "jedes Übermaß an Feiern und Vergnügungen" zu vermeiden.
Flucht vor der Dürre: Die Große Depression zwingt diese Familie aus Pittsburg County, Oklahoma (USA) im Juni 1938 ihr Zuhause zu verlassen. Eine heftige Trockenperiode in der Region entzieht auch der Landbevölkerung jegliche Existenzgrundlage.
Geldknappheit: Aus Angst, alles zu verlieren, fordern die Menschen von den Banken ihr letztes Guthaben zurück - wie hier 1931 vor dem Berliner Postscheckamt.
Arbeitslose: Arbeitslose auf der Flucht vor einer Dürre in Oklahoma während der Großen Depression.