Großfeuer in Eschweiler - DER SPIEGEL
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Großfeuer in Eschweiler Als der "Bürgerhof" brannte

In einer Augustnacht 1963 ging der beliebte Festsaal des "Bürgerhofs" in Flammen auf - nur Monate vor Beginn der Fünften Jahreszeit drohten die Eschweiler Karnevalisten heimatlos zu werden. Zeitzeuge Ferdi Keuter wohnte damals in der unmittelbaren Nachbarschaft.
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Bürgerhof Flatten: Wir sehen hier die Fassade der Wirtschaft Flatten mit Saalbau. Viele Vereine und Gesellschaften waren hier beheimatet - um so größer war die Bestürzung, als der Saal am 13. August 1963 Opfer der Flammen wurde. Der Saal ist von der Rückseite heute in der ganzen Breite begehbar, das war früher nicht so.

In den ersten Jahren nach dem Kriege fanden an jedem Samstag Tanzveranstaltungen statt. Sehr viele Soldaten der belgischen Armee fanden sich dann hier ein. Daher bekam das Lokal unberechtigter Weise einen etwas anrüchigen Namen. Gründe dafür gab es nicht mehrals bei deutschen Besuchern. Es waren halt gepflegte Vorurteile.

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Der "Bürgerhof" in Eschweiler: Frau Flatten steht mit Ihren Kindern vor der Türe. Die Tochter Resi wird später den "Bürgerhof" übernehnem und das Unternehmen erfolgreich fort führen.

Foto: Ferdi Keuter/Archiv
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Saalbau Flatten: Einer der wenigen großen Säle von Eschweiler, einfach aber immer gut ausgebucht.

Foto: Ferdi Keuter/Archiv
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Rheinischer Karneval: Sitzung der Eschweiler Karnevalsgesellschaft "Blaue Funken". In der Bütt steht das Mitglied Philipp Keuter, Vater des Zeitzeugen.

Foto: Ferdi Keuter/Archiv
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Verbranntes Auto: Dem Großbrand fiel auch das Auto meines Freundes Willi Flatten zum Opfer - es war sein Ein und Alles.

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Ehemals Möbelhaus Kleifges, dann Farbenhaus Keuter: Das Haus Möbel-Kleifges wurde 1949 von der Familie Keuter gekauft. Darin wohnten wir und eröffneten ein Tapetengeschäft. Die Front wurde bei einem Umbau 1962 modernisiert (heute würde man sagen verunstaltet).

Foto: Ferdi Keuter/Archiv
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Großes Tanzvergnügen: Im Saal der Gaststätte Flatten fühlten sich schon immer viele Vereine wohl. Mit dieser Zeitungsannonce von Mai 1931 machen die "Trommler und Pfeifer" auf sich aufmerksam. Das Stiftungsfest steht bevor.

Foto: Ferdi Keuter
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Ein Haufen Schrott: Die Bildunterschrift eines Artikels vom 14. August 1963 in dieser Eschweiler Zeitung, "schwer beschädigt aber noch fahrtüchtig", erwies sich als nicht richtig. Mein Freund Willi hatte lange für das Auto gespart und sah jetzt einer unsicheren Begleichung durch die Versicherung entgegen.

Foto: Ferdi Keuter/Limbach
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In Schutt und Asche: Für die Familie, die von dem Betreiben der Gaststätte lebte und für viele Vereine, war der Brand eine existenzbedrohende Katastrophe (Zeitunsgartikel in "Bote an der Inde" vom 14. August 1963). Die "fünfte Jahreszeit" im Rheinland stand bevor. Der Saal war für die Karnevalszeit schon ausgebucht, ein Ersatz war in Eschweiler nicht vorhanden.

Foto: Ferdi Keuter/Redaktion einestages
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Ehepaar Keuter an Karnevel: Vater Philipp ein Vollblut-Karnevalist und Mutter Liesel eher eine introvertierte Westfälin. Einmal wünscht sich Philipp eine "Möhne" an seiner Seite zu haben. Liesel stimmt der Verkleidung nur zu, wenn der Spuk vor Mitternacht, der Entzauberung, vorbei ist. Gegen 23.30 Uhr werden die beiden das Karnevalsfest im Jahr 1949 in der Gaststätte Flatten verlassen haben.

Foto: Ferdinand Philipp Keuter
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Kegelbahn-Königin Elsa Schnatz: Auf der Kegelbahn sind Emma Flatten (oben, von links), Christine Oligschläger, Herta Knuppertz, Luise Saar sowie Grete Grieß (unten, von links), Christine Römer, Elsa Schnatz und Sibille Heinz. Alle gehören der Geschäftswelt der Röthgener Straße an. Elsa Schnatz wird als Siegerin gefeiert. Das Bild entstand 1970 in Eschweiler.

Foto: Ferdi Keuter/Archiv der Familie Willi Flatten
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Kegelkönig Paul Schnatz: Auf der Kegelbahn bei Flatten an der Röthgener Straße sind Hermann Grieß (oben, von links), Hubert Römer, Hans Knupfer, Heinrich Heinz, Heinrich Oligschläger, Heinrich Saar sowie Hubert Wings (unten, von links), Paul Schnatz und Matthias Flatten.

Foto: Ferdi Keuter/Archiv der Famliie Willi Flatten
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Klassentreffen bei Flatten: 50 Jahre sind vergangen, seit unsere Klassen aus der Volkschule entlassen wurden. Ein Klassentreffen findet in der Gaststätte Flatten statt. Mit dabei ist die Lehrerin Ilse Schratz, die einen großen Blumenstrauß von ihren "Mädchen" erhält.

Foto: Ferdi Keuter
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Elferrat der "Blaue Funken KG": Unter dem Vorsitz von "Löwen Peter", so seine offizielle Bezeichnung im Karneval, führt der Präsident der Funken die Garde gekonnt durch die Session. Auf dem Foto sehen wir unter anderem: Josef Klubert, Hubert Linke, in der Mitte "Löwen Peter", Jakob Krauthausen, Peter Mertens, Alois Lausberg.

Foto: Ferdi Keuter/Archiv H.C. Dohmen
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Veranstaltungshinweise: Im "Bote" wird für Veranstaltungen der "Kriegerkameradschaft" und des Theatervereins "Eintracht" geworben. Die Anzeigen vom 7. Januar 1939 und 11. März 1939 wurden vom Autor zusammengeschnitten.

Foto: Ferdi Keuter/Archiv Ferdi Keuter
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Mitgliedskarte: Der Karnevalist Philipp Keuter ist jetzt ein aktives Mitglied der "Karnevalsgesellschaft Blaue Funken Eschweiler Röthgen". Der Präsident ist Herr Peter Dohmen, Inhaber der "Löwendrogerie Peter Dohmen". Daher stammt auch der Name "Löwenpeter". Viele Veranstaltungen der Blaue Funken fanden im Saale Flatten statt.

Foto: Ferdi Keuter
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Vor der Gaststätte Flatten: Die "Blauen Funken" aus Eschweiler sind in der Gaststätte gern gesehene Gäste, ob nun zu Fuß oder mit Pferd und Wagen.

Foto: Ferdi Keuter/Archiv Willi Flatten
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Geschwister-Gespann: Die Gäste in der Gaststätte freuten sich, wenn mein Freund Willi und seine Schwester Resi hinter der Theke waren (Aufnahme von 1940).

Foto: Ferdi Keuter/Archiv Willi Flatten
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Zukünftige Wirtin: Spiel auf der Straße ist noch normal und ungefährlich. Die Linde im Hintergrund wurde in den sechziger Jahren gefällt. Der Verkehr wurde übermächtig. Resi wächst in diesen Jahren in die Verantwortung einer guten Gastgeberin und ist irgendwann die Dienstälteste Wirtin der Stadt.

Foto: Ferdi Keuter/Archiv Willi Flatten
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Automobil für die Kleinen: Emma Flatten, ihre Tochter Resi und Sohn Hubert (auf dem Dreirad) posieren mit einem eleganten Herrn und einem neuen Auto. Hubert hält ein 50-Pfenning-Stück in der Hand.

Foto: Ferdi Keuter/Archiv Willi Flatten / Aus ¿(M)eine Straße, die Röthgener Straße¿,
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