Grüne: Comeback des Atomprotests - DER SPIEGEL
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Grüne Comeback des Atomprotests

Endlich haben sie wieder ihr großes Thema. Der Kampf gegen die Atomkraft beflügelt die Grünen, er weckt Erinnerungen an die glorreichen Anti-AKW-Zeiten. Das Problem: Der Protest entfernt die Partei weiter von Schwarz-Grün.
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Fraktionsvorsitzender Jürgen Trittin: Die Partei war sowieso schon im Umfragehoch. Und jetzt beschert ihr der Ausstieg aus dem Atomausstieg eine Wiederbelebung des zentralen Themas - des Protests gegen die Kernkraft.

Foto: dapd
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Blick zurück in die Anfangszeiten der Grünen: Nach monatelangen massiven Protesten wurde 1975 der Bau des Kerkraftwerks Wyhl gestoppt.

Foto: Lutz_Rauschnick/ picture-alliance / dpa
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Gefährliche Protestschlacht am Bauzaun: Zwei Kernkraftgegner kamen 1986 bei den Demonstrationen gegen die atomare Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf in der Oberpfalz ums Leben. 1989 wurde das Projekt eingestellt.

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Noch ein Erfolg der Anti-AKW-Bewegung: Der "schnelle Brüter" von Kalkar ging nie in Betrieb. Ein niederländischer Investor hat das Gelände zum Freizeitpark umgewandelt - mit Alpenpanorama auf dem nie genutzten Kühlturm.

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Grüne Party zum Abschalten: Jürgen Trittin, damals Bundesumweltminister, feierte mit seinen Parteifreunden im November 2003 die Stilllegung des Atomkraftwerks Stade - nach mehr als 30 Jahren Betrieb.

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Parteitag der Grünen in Erfurt 2008: Der Kampf gegen die Atomkraft ging immer weiter - mit diesen Plakaten wird gegen das Endlager in Gorleben protestiert. Doch das Thema stand auf der Tagesordnung nicht mehr ganz oben. Im Zentrum der Debatte stand die Energiewende und die Frage: Wie schnell kann die Versorgung komplett auf erneuerbare Energien umgestellt werden?

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Gelbe Fässer mit Atommüll, schwarze Aufschrift - die Grünen fanden: "Schwarz-gelb, nein danke!" Auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Rostock bekräftigten die Grünen 2009 ihren Widerstand gegen die Atomkraft - auch wenn diese Haltung mögliche Bündnisse mit der CDU schwieriger macht.

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Tschernobyl ist nicht vergessen: "Atomkraft tötet", plakatierten die Grünen am 26. April 2010 zum Jahrestag des Super-GAU in der Ukraine. Die Parteivorsitzende Claudia Roth und Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke stellten die Kampagne in Berlin vor.

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Schulterschluss zwischen Grün und Rot: Jürgen Trittin von den Grünen und SPD-Chef Sigmar Gabriel führen eine Demonstration gegen den Ausstieg vom Atomausstieg an. Gemeinsames Motto: "Erneuerbare statt Atom - die Energiewende sichern".

Foto: Arno Burgi/ picture alliance / dpa
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