GS Trophy 2010: Anstrengendes Abenteuer - DER SPIEGEL
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GS Trophy 2010 Anstrengendes Abenteuer

Alle zwei Jahre schickt BMW Motorrad dreißig Amateure auf die internationale GS Trophy. 2010 trafen sich die Teilnehmer in Südafrika und fuhren stellvertretend für die anderen GS-Besitzer, die zu Hause von der Freiheit träumen.
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Klassentreffen: BMW hat 30 Amateure zur Rallye GS Trophy 2010 nach Afrika eingeladen. Auf dem Programm in Südafrika, Swasiland und Mosambik: eine Woche lang Spaß, Offroad-Spektakel.

Foto: BMW / Beck
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Mannschaftswertung: Schon bald wird klar, ohne Team-Geist geht bei den Sonderprüfungen gar nichts. Wenn 200 Kilogramm am Steilhang hängen, muss jeder mit anpacken.

Foto: Jochen Vorfelder
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Sekundenschlaf: Nach einigen Tagen geht die Strecke den Teams auf die Knochen. Sie nutzen jede Minute zur Erholung - notfalls direkt am Straßenrand.

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Mastermind Tomm Wolf (re.), der Münchener Erfinder und Organisator des Events, betont immer wieder: "Die Trophy ist kein Rennen, sondern ein Abenteuer für Enthusiasten."

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Kaltverformung: Nach einem Sturz auf der roten Piste bei Tempo 100 ist vom Hinterteil der F 800 GS nicht mehr viel übrig. Achsbruch. Der Fahrer hat Glück und kommt mit Schürfwunden davon.

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Handkontakt: Nicht nur für die Jungs und Mädels im Schulbus, sondern auch für die meisten Zuschauer am Straßenrand - Hupen und Abklatschen ist ein fester Bestandteil des Tagesprogramms.

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Schlammschlacht: In Swasiland ist im Sommer Regenzeit. Kleine Flüsse sind fast unpassierbar - und sind genau die richtigen Orte, um die Wertungspunkte für die Teams einzufahren.

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Sandgerödel: In Mosambik erreicht die Truppe den Indischen Ozean - nach einem heftigen Kampf mit dem Sandmeer. Minibusse und schwere LKWs haben die Piste fast unbefahrbar gemacht.

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Regelwerk: Entschieden wird der Wettkampf unter zehn Teams durch Punkte aus den Sonderprüfungen. Die finden nicht immer auf der 2000 Kilometer langen Strecke und oft ohne Moped statt.

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Wasserspiele: Der Wettkampf im Kanu gehört nicht zu den Spezialitäten des italienischen Teams. Am Tag darauf erfahren sie, dass der See von Krokodilen bevölkert wird.

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Anfängerfehler: Team Deutschland versemmelt die Sonderprüfung "Hinterradtausch". Erst nachdem beide Räder wieder eingebaut sind, merken sie: Oops, wir haben noch ein Teilchen übrig.

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Wanderschaft: Swasiland und Mosambik hat faszinierende Landschaften. Schleichfahrten mit der Gelegenheit für den Blick nach links und rechts finden gar zu selten statt.

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Verkehrsnachrichten im Phinda Nationalpark: "Achtung, auf der A1 laufen Fußgänger auf der Fahrbahn. Fahren Sie links ran und verhalten Sie sich äußerst vorsichtig."

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Boxenstopp: Tankstellen wirken in Swasiland wie Oasen der Zivilisation in einem unsagbar armen Land. Die Hälfte der Bevölkerung kann kann nicht lesen.

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Kleiner Abflug: Insgesamt haben die Fahrer während der GS Trophy über 100.000 Kilometer abgespult. Da bleibt der eine oder andere Ausrutscher nicht aus.

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Nachwuchsförderung: Die Rallye-Woche ist so eng gestrickt, dass kaum Zeit für längerer Pausen bleibt. Kontakte zu den Menschen vor Ort fallen nur sporadisch an.

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Stresswippe: Der Wettbewerb unter den Teams wird erst im letzten Final-Parcours entschieden. Bis zur Wippe liegen Großbritannien, Südafrika und Team Nordic noch eng beieinander.

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Champions: Am Ende setzt sich Team UK mit einem Punkt Vorsprung gegen die Jungs aus Südafrika und die Skandinavier durch. Team Deutschland landet auf dem achten Platz.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?