Guatemala Das Herrschergrab von El Zotz
Kunstwerk aus Stein: Diese Skulptur hatten die Bewohner der Fledermaus-Stadt dem toten Herrscher mit ins Grab gegeben. Die Löcher in den Mundwinkeln hielten einst einen Stock oder Ring.
1600 Jahre lang hat hier keiner mehr aufgeräumt: Zerbrochene Keramik und Trümmer der Totenliege waren in der Grabkammer verstreut. In dem nur 1,20 Meter breiten, 3,60 Meter langen und 1,80 Meter hohen Königsgrab lagen die wertvollen Beigaben dicht gedrängt.
Die Ruinen von El Zotz sind reich mit Reliefs verziert. Göttermasken und Maya-Hieroglyphen zieren die Wände der Tempel.
In das Loch im Boden ließen die Archäologen eine Glühlampe hinab: "Und plötzlich flammte eine Explosion von Farben in alle Richtungen auf", sagte Ausgräber Stephen Houston.
Tempel IV in Tikal: Von der Spitze der El-Diablo-Pyramide in El Zotz aus konnte man die Spitze des Tempels sehen. Doch die Nachbarstädte El Zotz und Tikal waren verfeindet.
Henkel in Form eines Schweinchens: Manche Gegenstände aus dem Grab erinnern an moderne Comicfiguren.
Eine Maske aus der Mythenwelt der Maya an einem Tellerrand.
Grabbeigabe: Der in Guatemala entdeckte Herrscher lebte zwischen 350 und 400 nach Christus. Zu dieser Zeit lebten talentierte Künstler in El Zotz, die äußerst qualitätvolle Keramik schufen.
Mythischer Kopf: Viele der Gefäße sind außergewöhnlich fein verziert. Die Beigaben sprechen dafür, dass der Tote ein bedeutender König gewesen sein muss.
Ungewöhnliche Verzierung für einen Topf: Ein Tausendfüßler krabbelt am Rand entlang.
Mit Maya-Glyphen beschrifteter Teller: Die Schrift der Maya bestand aus einem komplizierten Zeichensystem.
Die Keramik in dem Grab war zum Teil reich bemalt. Die Farben leuchten auch nach Jahrhunderten noch erstaunlich frisch.