Guatemala Leben unterm Feuerberg
Der Vulkan Fuego in Guatemala ist am Sonntag ausgebrochen. Bisher bestätigten die Behörden 99 Tote, doch es werden noch viele Menschen vermisst. Die Zahl der Opfer dürfte also steigen.
Aufnahme des "Sentinel-2"-Satelliten vom Ausbruch des Vulkans. Das Bild stammt vom 4. Juni 2018 (Montag).
Dieses Luftbild zeigt, wie sich der pyroklastische Strom zu Tal wälzte.
Der Fuego war in den vergangenen Jahren und Monaten immer mal wieder aktiv. Der 3763 Meter hohe Stratovulkan ist in einzelnen Schichten aus Lava und Asche aufgebaut. Er verfügt zudem über die typische Kegelform.
Dieses Bild zeigt den immensen Materialtransport des Vulkans. Die pyroklastischen Ströme verhalten sich ähnlich wie Wasser, sie folgen der Topografie und fließen in die Täler.
Doch diesmal war ihr Volumen so groß, dass die Niederungen die Menge nicht mehr aufnehmen konnten. Das Material erreichte tiefer liegende Ortschaften und begrub sie.
Vor allem im Departamentos Escuintla waren viele Ortschaften betroffen.
Blick von Guatemala-Stadt auf umliegende Vulkane Agua, Acatenango und Fuego: Die Menschen in Guatemala haben sich daran gewöhnt, mit der Gefahr durch Erbeben und Vulkanausbrüche zu leben. Doch diesmal haben sie den Ausbruch des Fuegos unterschätzt. Viele konnten sich nicht mehr in Sicherheit bringen.
In der alten Hauptstadt Antigua finden sich zahlreiche Spuren von Erdbeben. Das Bild zeigt die Ruine der Kirche Iglesia del Carmen.
Der Agua, der Fuego und der Acatenago bei Sonnenuntergang.