Guckloch ins Genom: Erb-gut oder Erb-schlecht? - DER SPIEGEL
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Guckloch ins Genom Erb-gut oder Erb-schlecht?

Welche Eigenschaften schlummern in meinen Genen? Eine US-Firma bietet eine Erbgutanalyse an - für 999 Dollar. SPIEGEL-Redakteur Marco Evers hat sich den Spaß gegönnt und weiß nun, dass er viel Kaffee trinken darf, nicht gegen Aids immun ist und wohl noch lange seine Haare behalten wird.
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Genetische Verwandtschaft: 23andMe sagt einem, mit welchen Menschen weltweit man wie viel genetische Ähnlichkeit hat.

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Genotyp: Erst für 70 Merkmale (aber stetig mehr) ist es der Firma gelungen, Geninformation und Genstudien so zusammenzubringen, dass das Erbe eine Geschichte erzählt.

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Genetische Ähnlichkeit: Es findet sich kein Hauch von Asien in mir. Die Uroma aus Fernost löst sich auf wie ein Geist. Meine Gene stimmen am besten mit denen von Nordeuropäern überein, eine Nuance dahinter folgen die der Südeuropäer.

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Unbequem: Mein Risiko für Prostatakrebs zwischen dem 30. und 49. Lebensjahr liegt laut 23andMe bei 0,26 Prozent. Das ist winzig, und dennoch verbirgt sich darin eine irritierende Nachricht. Der Durchschnitt der Männer hat nämlich eine Erkrankungswahrscheinlichkeit von nur 0,22 Prozent. Pietätvoll verzichtet die Gentestfirma darauf, das Ergebnis so zu formulieren, wie ich es jetzt verstehen muss: Mein Risiko, früh ein Prostatakarzinom zu entwickeln, ist um rund 20 Prozent erhöht.

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Volles Genom: 23andMe untersucht nur Teile der DNA. Eine komplette Genomanalyse wurde erst bei wenigen Menschen gemacht. Unter anderem bei dem Genforscher Craig Venter, der sein Genom veröffentlichte.

Foto: Craig Venter Institute/CC
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Entdeckt: Wissenschaftler konnten in Venters Genom 4000 bislang unerforschte Varianten des geschätzte 25.000 Gene umfassenden menschlichen Erbguts identifizieren.

Foto: Craig Venter Institute/CC
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Zoom: Venters Genom ist eine von bislang drei menschlichen Erbgutsequenzen, die vollständig entziffert worden sind.

Foto: Craig Venter Institute/CC
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Sequenzierungstechnik: Venter hat nicht nur sein eigenes Genom sequenzieren lassen - er arbeitet an seinem Institut auch mit Hochdruck daran, die Sequenzierungstechnik dazu zu nutzen, synthetische DNA herzustellen.

Foto: PLOS
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Gen-Visionär: Venter will den Klimawandel mit Designer-Mikroben bekämpfen und Lebewesen per E-Mail verschicken - weil er DNA für natürliche Software hält.

Foto: AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?