Günter Behnisch Baumeister der BRD
Günter Behnisch: Er war einer der führenden Architekten der Moderne, er prägte maßgeblich das gebaute Bild der Bundesrepublik Deutschland.
Behnisch über seine Liebe zu Glas und transparenten Bauten: "Meine Liebe fürs Licht kommt von 'Brüder, zur Sonne, zur Freiheit'".
Spielräume eröffnen, Normen in Frage stellen, Hierarchien auflösen: Das Olympiagelände setzte Kuppen, Hügel und Mulden gegen monumentale Wettkampfarchitektur.
Das Olympiastadion im Olympiapark im Jahr 2008: Das offene, geschwungene Zeltdach, das so leicht wirkt, fast schwerelos, reicht mit seinen 75.000 Quadratmetern Fläche weit über das eigentliche Stadiongelände hinaus. Der magisch gewobene, transparente Teppich, der...
...sich sanft über den Olympiapark legt, sandte ein Signal: Hier empfängt ein demokratisches, offenes Land die Völker der Welt.
1992 fertiggestellter Plenarsaal des Bundestags in Bonn: Dieses spätere Werk des Architekten wurde ebenfalls ein Wahrzeichen der Transparenz. Bald darauf zog das deutsche Parlament in den von Behnisch verschmähten Reichstag in Berlin.
Neubau der Berliner Akademie der Künste am Brandenburger Tor - eines seiner letzten spektakulären Werke. Es war umstritten, denn inmitten der...
...vielen historisierenden Steinfassaden am Pariser Platz ist der Bau ein bewusst modernes, vollverglastes, lichtdurchflutetes Gebäude.
Behnisch (hier in der Akademie) entzog sich seinen Kritikern und lehnte Kompromisse immer ab: "Wir wollten schon gar keine Assoziationen an die Großkotzigkeit der Hitler-Architektur und der wilhelminischen Architektur."