Guided Tour Das ist Linux Mint
Das erste Bild nach der Installation: Ein aufgeräumter Desktop, bei dem Statusmeldungen (rechts unten) und Zugänge zur Bedienung (links unten) genau da zu finden sind, wo man das von Windows her kennt. Auf den ersten Blick stellt man kaum Unterschiede fest.
Diese Version von Mint nennt sich Cinnamon. Insgesamt gibt es vier verschiedene Mint-Versionen, bei denen sich nicht das unterliegende Programm, wohl aber Aussehen, Navigation und Ausstattung unterscheiden. Ein rechter Mausklick (vertraut aus der Windows-Welt)...
...öffnet Desktop-Optionen. Wer will, kann nun beginnen, das neue Betriebssystem an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Mit jedem automatischen Update...
...stellt Mint neue Hintergrundmotive zur Verfügung. Daneben kann man wie aus Windows gewohnt auch eigene Hintergründe festlegen. Mint wird in diesem Screenshot...
...mit einer Bildschirm-Einstellung mit 1366 x 768 Pixeln dargestellt. Da fallen Programm-Icons und anderes entsprechend klein aus - aber die kann man ja frei skalieren: Wer will, zieht sie sich bis zur gewünschten Größe auf.
Doch hinein ins Programm: Ein Klick auf "Menü" unten links in der Taskleiste öffnet ein Fenster. Das ähnelt Windows im Ansatz sehr, bietet aber weit mehr: In der linken Spalte werden Softwaretypen ("Office", "Grafik" etc.), Einstellungsmöglichkeiten, Speicherorte und mehr dargestellt. In der rechten Spalte sieht man dann, was das System in der jeweils mit der Maus markierten Kategorie anzubieten hat.
Aufgeräumter und intuitiver erschließbar als die Menüführung von Windows: Als zweite Möglichkeit gibt es ein Suchfenster (oben), über das man gezielt nach Programmen oder Dateien suchen kann. Die Suche funktioniert in Echtzeit, nach Eingabe von drei Buchstaben (hier: "lib") bietet Mint alle Bestandteile des gesuchten Office-Pakets (LibreOffice) als Fund an.
Programme haben bei Mint App-Charakter: Manche sind umfangreiche Software-Suiten, andere nur kleine, hoch spezialisierte Helferlein. Was sie alle gemein haben: Man kann sie nicht versehentlich installieren. Bei allen Dingen, die in das System eingreifen, fragt Mint nach einem Sicherheitskennwort, das man selbst festlegt.
Der "Shop", über den man Linux-Programme bezieht, heißt bei Mint "Softwareverwaltung". Es ist eine Art Online-App-Store mit am Testtag 67.614 angebotenen Programmen, von denen rund 98 Prozent kostenlos sind - und legal. Das Angebot entspricht dem im Ubuntu-Store.
Die Softwareverwaltung dient als Shop, aber auch als Installationshilfe. Man sucht, was man gerade braucht (im Bild: Eine "Chat"-Software) und bekommt Angebote angezeigt.
Alternativ kann man über die verschiedenen Kategorien auf Software-Suche gehen (hier: "Grafik und Bildbearbeitung"). Manche sind dann noch in Unterkategorien unterteilt. Ordnung gehört auf allen Ebenen zu den großen Stärken von Linux.
Entscheidet man sich für ein Programm, bekommt man zunächst Kurzinfos dazu, die man per Klick auf die Info-Seite des Herstellers noch vertiefen kann. Danach reicht wieder ein Klick, und die Installation beginnt - völlig ohne weitere Eingaben des Nutzers.
Sofort nach der Installation findet sich das neue Programm im Menü von Mint, säuberlich unter "Büro" eingeordnet. Genau so geht Mint auch mit Dateien um: Auch sie sieht Mint als Teile von Kategorien. Geschriebenes landet unter Texte, Filme unter Videos, MP3s unter Musik.
Beispiel für eine Linux-Office-Software: So sieht das Word-Äquivalent von LibreOffice unter Mint Cinnamon aus. Man sieht wenig Unterschied: Die Office-Suite gehört zur Grundinstallation und umfasst alles, was man braucht - Tabellenkalkulation, Präsentation, Zeichenprogramm, Datenbankprogramm etc. inklusive.
Firefox-Browser unter Mint: Auch hier nichts, bei dem man fremdeln müsste - großartig umlernen muss man also nicht.