Hafturlaub vom Kaiser höchstpersönlich - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Erster Weltkrieg Der Feind, dem der Kaiser Urlaub gab

Großes Herz für einen kleinen Soldaten: Ein britischer Historiker hat eine berührende Geschichte aus dem Ersten Weltkrieg aufgedeckt. Offenbar erlaubte Kaiser Wilhelm II. einem britischen Kriegsgefangenen, seine sterbenskranke Mutter in England zu besuchen. Einzige Bedingung - er müsse freiwillig zurückkehren.
1 / 2

Schlacht bei Mons Captain Robert Campbell führte seine Einheit kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs in einer Schlacht gegen deutsche Truppen am Mons-Condé-Kanal in Nord-West-Frankreich, nahe der belgischen Grenze. Der 29-jährige Campbell wurde verwundet und geriet in deutsche Kriegsgefangenschaft.

Das Bild zeigt reitende Soldaten im Ersten Weltkrieg 1914 nahe des Mons-Condé-Kanals in Belgien.

Foto: AP
2 / 2

Gnädiger Kaiser: Wilhelm II., hier 1917, gewährte Campbell zwei Wochen Hafturlaub unter der Bedingung, dass er ihm sein Wort als Offizier gebe, danach in die Kriegsgefangenschaft zurückzukehren. Am 7. Dezember 1916 erreichte Campbell das Krankenlager seiner Mutter in Gravesend, Kent. Wie versprochen kehrte er auch tatsächlich eine Woche später nach Deutschland zurück. Seine Mutter starb im Februar 1917.

Foto: dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?