Haiti "Auch ein Erdbeben wird zum Geschäft"
Aufgebrachte Menge in Port-au-Prince: Um die wenigen Nahrungsmittel und Medikamente wird immer häufiger offen gekämpft.
Transporte, Taxifahrten und Trinkwasser zu Mondpreisen: Nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti gibt es auch Menschen, die damit ihr Geschäft machen.
Vor allem Wasser ist Mangelware. Die Trinkwasserversorgung ist aber nach Informationen des THW auf einem sehr guten Weg. Allein das THW kann in Haiti 12.000 Liter Wasser pro Stunde produzieren.
Überfüllte Krankenhäuser, Fehlgeburten im Auto, Zuckerkranke, die um Insulin betteln: Die medizinische Versorgung der Überlebenden in Haiti ist auch eine Woche nach dem Erdbeben katastrophal. Dieser Junge liegt in einem provisorischen Lazarett.
Menschen drängen sich an einem Verteilungspunkt für Essen.
Ein Uno-Helfer verteilt in Port-au-Prince Lebensmittel.
Auch Benzin ist äußerst knapp. Menschen stehen vor einer der wenigen noch intakten Tankstellen Schlange. Wenn sich die Versorgungslage nicht verbessert, reicht der Treibstoff noch für zwei bis drei Tage, schätzen die Helfer vom Technischen Hilfswerk (THW).
Schon vor dem Erdbeben gab es Zehntausende Waisenkinder - ihre Zahl ist jetzt auf unbekannte Höhe gestiegen.
Ein US-Helikopter fliegt über einem Brandherd.
"Wir brauchen Hilfe, bitte!" Mit diesem Schild machen Haitianer auf ihre Not aufmerksam.
Ein privater Sicherheitsmann verjagt im Zentrum von Port-au-Prince Plünderer, die nach der Katastrophe durch die Straßen ziehen, auf der Suche nach etwas Essbarem, Möbeln, allem, was noch brauchbar ist.
Seeleute des US-Flugzeugträgers USS Carl Vinson befüllen Wasserkanister. Seit Tagen rollt die Hilfe für Haiti an.
In Cité du Soleil, dem größten Slum von Port-au-Prince, trinkt ein Junge an einem Versorgungspunkt Wasser aus einer Leitung.