Haiti: Aufstand der Hungernden - DER SPIEGEL
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Haiti Aufstand der Hungernden

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Auch ein verzweifelter Appell des Präsidenten hat die Unruhen in Haiti nicht stoppen können. In der Hauptstadt Port-au-Prince und anderen Städten ziehen mit Knüppeln und Steinen bewaffnete Banden ...

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... durch die Straßen, stecken Autoreifen in Brand und errichten Straßenbarrikaden. Läden und Regierungsbüros werden geplündert. In den Elendsvierteln, ...

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... aber auch in den reicheren Vororten haben Polizisten und die etwa 9000 Uno-Soldaten vergeblich versucht, die Situation in den Griff zu bekommen.

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Die Unruhen erstrecken sich auf das ganze Land. Mit hartem Durchgreifen versuchen die Sicherheitskräfte den Aufstand zu unterbinden. Wer randaliert, ...

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... wird wenig zimperlich behandelt. Dieser Mann wurde bei einem Einbruch in einen Supermarkt verhaftet und in einen Polizeiwagen verfrachtet.

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Die Wut richtet sich auch gegen internationale Konzerne - wie hier ein Büro der Fluggesellschaft Air France.

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Immer wieder fallen Schüsse - wie gestern in der Hauptstadt. Fünf Menschen kamen bereits ums Leben.

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Die weltweit gestiegenen Lebensmittelpreise treffen Haiti besonders hart. 80 Prozent der Bevölkerung leben hier von weniger als zwei Dollar am Tag.

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Die Preise für Reis, Bohnen, Früchte und Kondensmilch sind seit dem vergangenen Jahr um 50 Prozent gestiegen. Nudeln kosten sogar doppelt so viel.

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